21.1.2022 – Nötigung im Straßenverkehr im Rahmen einer Protestaktion in Maxvorstadt

23.1.2022 München. Am Freitag, 21.1.2022, gegen 23:30 Uhr, wurde per Notruf 110 die Polizei München darüber verständigt, dass im Bereich der Kreuzung Ludwigstraße/Theresienstraße ein Kleinbus quer auf der Ludwigstraße in nördlicher Fahrtrichtung steht und hierbei den fließenden Verkehr behindert.

Daraufhin rückten Einsatzkräfte der Polizei zur Örtlichkeit aus und stellten dort einen Kleinbus Ford fest.

Im Fahrzeug befand sich ein 73-Jähriger mit Wohnsitz im Landkreis München. Dieser gab gegenüber den Polizeibeamten und anwesenden Verkehrsteilnehmern an, dass er der Querdenker-Szene angehöre und aktuell einen Autokorso starten wolle.

Eine Anmeldung einer geplanten Versammlung lag nicht vor. Es waren auch keine weiteren Versammlungsteilnehmer anwesend.

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)

Als die Polizeibeamten die Identität des Mannes feststellen wollten, wurde er zunehmend verbal und körperlich aggressiv.

Schließlich mussten ihm Handfesseln angelegt werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Zur Klärung der Identität wurde er zu einer nahegelegenen Polizeiinspektion gebracht.

Nachdem ein Versammlungscharakter nicht bejaht werden konnte und das Fahrzeug den fließenden Verkehr, insbesondere einen Linienbus, an der Weiterfahrt hinderte, musste der Pkw durch einen Abschleppdienst ordnungsgemäß an der Fahrbahn abgestellt werden.

Über den Zeitraum von ca. einer Stunde kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Nachdem die Personalien des 73-Jährigen auf der nahegelegenen Polizeiinspektion erfolgreich festgestellt wurden, wurde der Mann wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr angezeigt und nach erfolgter Sachbearbeitung wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kriminalfachdezernat 4 geführt.

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