4.4.2018 – Trickdiebstahl durch Zetteltrick in München

5.4.2018 München. Am Mittwoch, 4.4.2018, gegen 19.00 Uhr, klingelte es mehrmals an der Hauseingangstür des Wohnanwesens einer 88-jährigen Münchnerin in der Leonrodstraße.

Nachdem die Dame ihre Wohnungstür geöffnet hatte, kam auch schon eine Frau die Treppe herauf und sagte, dass sie Tabletten für die Bewohnerin, die unter der 88-Jährigen wohnte, abgeben müsse.

Die Unbekannte wollte dann einen Zettel, um eine Nachricht zu schreiben. Sie begaben sich deshalb in die Küche der Wohnung und schlossen die Tür. Die Münchnerin holte Schreibutensilien und die unbekannte Frau kritzelte etwas auf einen Zettel. Anschließend fragte sie die 88-Jährige, ob sie ihr einen 100 Euroschein wechseln könne.

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Die Seniorin bat die Unbekannte dies doch in einem Ladengeschäft zu tun, woraufhin die Frau zu jammern begann. Ihr würde es zuhause nicht gut gehen und sie müsse ihr Geld immer vor ihrem Mann verstecken. Dabei zielte sie darauf ab zu erfahren, wo denn die Münchnerin ihr Geld so versteckt hätte.

Die Frau verwickelte die 88-Jährige dann in ein längeres Gespräch und verließ schließlich die Wohnung, wobei sie den Zettel und den Stift mitnahm.

Als die Münchnerin kurz darauf in ihr Schlafzimmer ging, bemerkte sie, dass der Schrank durchwühlt war und Schmuck fehlte.

Nach derzeitiger Sachlage dürfte sich in dem Zeitraum, während sich die beiden Frauen in der Küche aufhielten, eine zweite Person unbemerkt in die Wohnung geschlichen und den Schmuck entwendet haben.

Täterbeschreibung:

Bei der Unbekannten handelt es sich um eine ca. 30-40 Jahre alte Frau, etwa 1,60 m groß mit korpulenter Figur. Sie hat blondierte, nackenlange Haare, war ungeschminkt, sprach hochdeutsch und trug einen hellen Stoffmantel.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Leonrodstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Medikamentenlieferanten oder ähnliche unbekannte Personen in die Wohnung einzulassen.

Empfänger von Briefen oder Paketen, die vom Zusteller nicht angetroffen werden, erhalten eine Benachrichtigungskarte. Jeder berechtigte Lieferant ist im Besitz einer solchen Benachrichtigungskarte.

Und denken Sie bitte immer daran: Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit!

Im Zweifelsfall rufen Sie bitte sofort den Polizeinotruf 110 an!