München erhält Innovationszentrum

4.1.2019 München. Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) hat den Sieger für die neue „Wissens- und Innovationsgemeinschaft Urbane Mobilität“ bekannt gegeben: Ausgewählt wurde das Konsortium „MOBiLus“, an dem die Stadt München mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung, dem Referat für Arbeit und Wirtschaft und dem Kreisverwaltungsreferat beteiligt ist.

Die Europäische Union fördert diese Gemeinschaft mit künftigem Sitz in Barcelona mit rund 400 Millionen Euro in den nächsten sieben Jahren – mit einer Option auf weitere sieben Jahre. Dadurch entsteht eine langfristige internationale Partnerschaft zur Entwicklung von Lösungen für nachhaltige Mobilität mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in den Städten zu verbessern.

An „MOBiLus“ sind 48 Partner beteiligt: Universitäten, Forschungsinstitute, Unternehmen, Verbände sowie Städte und Regionen aus ganz Europa, unter anderem Stockholm, Kopenhagen, Amsterdam, Barcelona und Mailand. Aus München sind mit der Technischen Universität München, der UnternehmerTUM, der Fraunhofer Gesellschaft, BMW, Siemens und VW Bus and Truck (MAN) starke lokale Partner vertreten, mit denen die Landeshauptstadt bereits in verschiedenen Projekten intensiv und erfolgreich zusammenarbeitet. München erhält mit dem „Innovation Hub Central“ den Sitz eines von fünf regionalen Zentren. Dieses soll im derzeit im Aufbau befindlichen Innovations- und Gründerzentrum im Kreativquartier „Munich Urban Colab“ angesiedelt werden.

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Zusammen mit dem „Digital Hub Mobility“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie entsteht dort ein Zentrum für die Entwicklung einer zukunftsfähigen urbanen Mobilität. Zielsetzung der neuen „EIT Urban Mobility Innovationsgemeinschaft“ ist die Verbesserung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger, die mehr und mehr in hochverdichteten, dynamisch wachsenden städtischen Ballungsräumen leben. Gelingen soll dies durch ein grüneres, inklusives, sichereres und intelligenteres Verkehrssystem. Aufgabe im Projekt wird es sein, dafür innovative Verfahren, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, zu testen, umzusetzen und übertragbar zu machen. Dabei soll explizit auf bestehende Projekte und Maßnahmen gesetzt werden.

Auch die Landeshauptstadt München befindet sich in einer Phase dynamischen Wachstums und Wandels. Das stellt die Stadtgesellschaft und -verwaltung vor große Herausforderungen und macht Veränderungen nötig. München muss für die Anforderungen der Zukunft gewappnet sein und zugleich seine einzigartige Identität bewahren. Einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Mobilität kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Die Beteiligung an der Innovationsgemeinschaft bringt für die Landeshauptstadt einen intensiven Informations- und Wissensaustausch, Netzwerke, Fördermittel sowie Unterstützung bei der Umsetzung neuer Lösungen mit sich. Laufende EU-Projekte wie „Smarter Together“ oder „Civitas Eccentric“ zeigen, wie erfolgreich derartige Kooperationen sind, um die Mobilität von morgen zu testen und bestmögliche Lösungen zu entwickeln.