18.9.2014 – Zugunfall bei Stephansposching

18.9.2014 Stephansposching/Niederbayern. Heute, 18.9.2014, gegen 08.40 Uhr, fuhr die Agilis 84405 von Neumarkt kommend Richtung Plattling.

Bei Bahnkilometer 58,250 im Gemeindebereich Stephansposching war ein örtlicher Landwirt mit seinem Traktor und angehängtem Kartoffelvollernter auf seinem Kartoffelfeld zur Ernte unterwegs. Am Feldrand wendete er auf einem zw. seinem Feld und dem Gleisbereich befindlichen Feldweg und einem kleinen Grünstreifen. Hierbei geriet er kurz in den Gleisbereich und gegen den vorbeifahrenden Agilis der Deutschen Bahn.

Der Lokführer leitete zwar aus seiner vollen Fahrt mit ca. 160 km/h eine Schnellbremsung ein, der Zusammenstoß konnte aber nicht mehr vermieden werden. Es erfolgte ein Streifschaden, die Ladegabel wurde mit der Frontseite rechts der Lok erfasst. Die Sicht des Landwirtes war durch eine Hecke eingeschränkt.

Glücklicherweise war die Ladegabel nur ca. 5 cm im Bereich der Lokbreite, sodass der Traktor selbst nur leicht versetzt wurde und somit der 40–jährige Landwirt und seine auf dem Kartoffelvollernter befindliche 39-jährige Frau mit dem Schrecken davonkamen. Im Zug befanden sich 35 Zuggäste, der Lokführer und eine Zugbegleiterin. Auch hier kamen alle mit dem Schrecken davon.

Die Fahrgäste wurden mit Feuerwehrfahrzeugen zum Bahnhof Plattling weiterbefördert. Die Bahnstrecke war für ca. eine halbe Stunde komplett und für weitere 20 Minuten für eine Fahrtrichtung gesperrt. Der Notfallmanager der Bahn gab den Schaden an der Agilis in einem Rahmen von 20.000 – 100.000 Euro, der Landwirt seinen mit ca. 3.000 Euro an.

Der Landwirt muss sich nun wegen fahrlässigem Eingriffs in den Bahnverkehr nach dem StGB verantworten.