Halloween – Brauchtum ist kein Freibrief für Straftaten

30.10.2013 Niederbayern. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist wieder Halloween. In der Fortführung des ursprünglich keltischen Brauchtums sind auch dieses Jahr wieder vielfach Kinder und Jugendliche unterwegs, die an den Haustüren den Spruch „Süßes oder Saures“ aufsagen.

In der Vergangenheit kam es hierbei immer wieder zu „überzogenen Streichen“, die dann in polizeilichen Ermittlungen endeten.

Die Halloween-Nacht ist ein übernommener Brauch, bei dem am Vorabend von Allerheiligen Kinder durch die Straßen ziehen und Süßigkeiten fordern. Wer nichts herausgibt, wird mit einem Streich „bestraft“. Spätestens bei mutwilligen Sachbeschädigungen und Körperverletzungen hört aber der Spaß auf, denn hierbei handelt es sich um Straftaten.

So wurden beispielsweise in den vergangenen Jahren in Niederbayern immer wieder Häuser mit Eiern beworfen oder auch Scheiben eingeschlagen. Die Geschädigten hatten dies dann bei der Polizei angezeigt. Der Sachschaden betrug zum Teil mehrere Hundert Euro. Vorsätzliche Sachbeschädigung ist eine Straftat und zieht nach einer Anzeigeerstattung automatisch auch polizeiliche Ermittlungen nach sich. Dies sollte nach Möglichkeit – schon im eigenen Interesse – vermieden werden. Und auch der Ärger, den der Geschädigte mit der Reparatur des Schadens hat – auch das muss nicht sein!

Niemand und schon gar nicht die Polizei hat etwas gegen Brauchtum: wenn aber dabei Personen oder Sachen geschädigt werden, bedeutet dies für die Betroffenen meist Ärger in Form einer Strafanzeige. Weil die Begehung von Straftaten nicht geduldet wird, werden die niederbayerischen Polizeidienststellen bei ihrer Streifentätigkeit die „Halloween-Nacht“ ganz besonders „im Auge behalten“.

Deshalb der Rat und die Bitte des Polizeipräsidiums Niederbayern an Eltern und personensorgeberechtigte Personen:

• Sprechen Sie mit Ihren Kindern und weisen Sie diese auf bestehende rechtliche Grenzen hin
• Sprechen Sie mit ihren Kindern über die möglichen Folgen bei der Begehung von Straftaten
• Erklären Sie den Kindern, dass nicht Jedermann mit dem Brauch etwas anfangen kann und dass dies akzeptiert werden sollte

Abschließend sei der Vollständigkeit halber auch noch auf die Verantwortlichkeit von Eltern und personensorgeberechtigten Personen hingewiesen, die schon wissen sollten, wann und wo ihre Sprösslinge was tun…


Schreibe einen Kommentar