11.11.2020 – Flucht vor Polizei bei Haid

11.11.2020 Hohenfels/Oberpfalz. Eigentlich wollten Beamte der PI Parsberg einen 38-Jährigen mit seinem Fahrzeug in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kontrollieren. Dieser flüchtete zwar zunächst, den Beamten gelangen dennoch die Festnahme sowie die Feststellung diverser Delikte. Der Mann sitzt mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.

Ein 38 Jahre alter Mann ignorierte in den frühen Morgenstunden des Mittwochs, 11.11.2020, die Anhaltesignale der Polizeistreife, welche den Fahrer mit seinem Pkw auf der St2234 auf Höhe Haid einer Verkehrskontrolle unterziehen wollte.

Stattdessen erhöhte dieser seine Fahrgeschwindigkeit und zeigte ein riskantes Fahrverhalten. Auf einem Waldweg bei Hohenfels fuhr sich der Fahrer mit seinem Pkw fest, setzte rückwärts zurück und beschädigte dabei ein Dienstfahrzeug. Erst als er gegen einen angrenzenden Baum fuhr, kam der Wagen zum Stehen.

Der 38-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Wie sich im Anschluss herausstellte, lag gegen den Tatverdächtigen bereits ein Untersuchungshaftbefehl des AG Nürnberg wegen Handel mit Betäubungsmitteln vor. Zudem hatte er keinen Führerschein und stand im Verdacht, unter dem Einfluss von Drogen gefahren zu sein.

Dem nicht genug fanden die Polizeibeamten in seinem Fahrzeug auch noch Crystal im zweistelligen Grammbereich sowie weitere Drogenutensilien. Des Weiteren konnte bei dem Tatverdächtigen ein Einhandmesser sichergestellt werden. Die akribischen Ermittlungen der Beamten vor Ort ergaben zuletzt, dass gefälschte Kennzeichen am Pkw angebracht waren.

Nach Entnahme einer Blutprobe wurde der Beschuldigte zur Dienststelle verbracht. Während der Festnahme wurde ein Polizeibeamter leicht an der Hand verletzt. Er konnte weiterhin seinen Dienst fortführen. Am Dienstfahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 1000 Euro.

Der 38-jährige Mann muss sich nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung sowie wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz verantworten.

Auch aufgrund des bereits vorliegenden U-Haftbefehls wurde der Mann beim AG Nürnberg vorgeführt und anschließend einer Justizvollzugsanstalt überstellt.

Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Parsberg.

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)