18.7.2013 – Feuer in Fötschach

19.7.2013 Fötschach/Steiermark. In der Nacht auf Donnerstag, 18. Juli 2013, kam ein 56-Jähriger bei einem Brand ums Leben. Am Wohnhaus entstanden etwa 50.000 bis 80.000 Euro Schaden.

Der Mann aus dem Bezirk Leibnitz bewohnte alleine das Obergeschoß eines dreigeschoßigen Wohnhauses. Das Erdgeschoß ist an deutsche Touristen vermietet, die zum Brandzeitpunkt jedoch nicht anwesend waren.

Gegen 02:00 Uhr kam ein 53-jähriger deutscher Tourist zum Anwesen, um schlafen zu gehen. Er bemerkte beim Verlassen seines Autos Brandgeruch und Rauch im Obergeschoß. Er schrie in Richtung Balkon, wo ihm von einer für ihn nicht sichtbaren Person geantwortet wurde, dass alles schon passe.

Da der Rauch kurz darauf dichter wurde und Flammen aus dem Schlafzimmer schlugen, weckte der Tourist den unmittelbar nebenan wohnenden 56-jährigen Hausbesitzer. Die beiden rannten sofort zum Haus und mussten die Wohnungstür eintreten, da der Schlüssel innen steckte. Aufgrund des dichten Rauchs konnten sie jedoch nicht weiter in die Wohnung vordringen.

Von der kurz darauf eintreffenden Feuerwehr, die vom Touristen verständigt worden war, wurde der 56-jährige Wohnungsbewohner leblos am Boden der Küche vorgefunden und ins Freie gebracht. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Mannes feststellen.

Die Leichenbeschau und die Ermittlungen ergaben, dass der Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung verstorben ist.

Die Brandursachenermittlung ergab, dass aufgrund des vorgefundenen Spurenbildes davon ausgegangen wird, dass der Mann mit einer brennenden Zigarette im Bett eingeschlafen war, wodurch der Brand ausgelöst worden war.

Nachdem der 56-Jährige wach geworden war, dürfte ein Verlassen der Wohnung nicht mehr möglich gewesen sein. Hinweise auf Fremdverschulden konnten nicht ermittelt werden.

Die Leiche wurde von der Staatsanwaltschaft Graz zur Beerdigung frei gegeben.

Alle Beteiligten wurden vom Kriseninterventionsteam betreut.
Durch den Brand wurden das Obergeschoß und das Dach des Hauses erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Die genaue Sachschadenshöhe ist noch nicht abschätzbar, dürfte jedoch zwischen 50.000 und 80.000 Euro betragen.


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