4.1.2018 – Tödliche Lawine in Ischgl

5.1.2018 Ischgl/Tirol. Eine dreiköpfige Gruppe Skifahrer aus Tschechien befuhr am gestrigen Tag, gegen 13:45 Uhr, im Skigebiet von Ischgl einen Hang im freien Skiraum.

Als sich die Gruppe am Talgrund im Bereich Velilltal befand, löste sich plötzlich am gegenüberliegenden Hang eine Lawine durch Selbstauslösung. Diese erfasste in der Folge die gesamte Gruppe, wobei ein 43-jähriger Mann gänzlich – etwa 1,6 Meter tief – verschüttet wurde.

Auch seine beiden Begleiter (beide 36 Jahre alt) wurden zur Gänze verschüttet, konnten sich aber aufgrund der geringen Verschüttungstiefe selbst aus den Schneemassen befreien und blieben unverletzt.

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Ein vierter Begleiter (43), der einen anderen Hang befuhr und von der Lawine nicht erfasst wurde, alarmierte die Rettungskräfte vom Lawinenabgang.

Gemeinsam begannen die drei Freunde sofort mit ihren LVS-Geräten (Lawinenverschütteten-Suchgerät) nach ihrem 43-jährigen Kameraden zu suchen.

Nach etwa 10 Minuten konnten sie diesen orten und nach weiteren 15 Minuten aus den Schneemassen auch ausgraben. Der Mann war jedoch nicht mehr ansprechbar und auch sofort durchgeführte Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Von den eintreffenden Einsatzkräften konnte nur noch der Tod des 43-Jährigen festgestellt werden.

Der Leichnam wurde in der Folge mit einem Pistengerät ins Tal gebracht.

Am 4.1.2018 wurde vom Lawinenwarndienst Tirol für die Region Ischgl die Gefahrenstufe 4 (GROSS) ausgegeben.

Bearbeitende Dienststelle: PI Ischgl