8.8.2013 – Alpinunfall am Großglockner

9.8.2013 Kärnten. Am 08.08.2013 unternahm ein 24-jähriger Mann aus Rumänien mit drei weiteren rumänischen Staatsangehörigen eine hochalpine Tour von der Kaiser-Franz-Josefshöhe über das Hoffmannskees auf dem Großglockner.

Beim Abstieg über das Hoffmannskees verzichteten die vier Bergkameraden auf die Seilsicherung. Noch am schneebedeckten Teil des Gletschers kam der 24-jährige Mann aus Eigenverschulden zu Sturz.

Er stürzte in dem ca. 35 Grad steilen Gelände zuerst ca. 50 Meter über ein Schneefeld und anschließend ca. 200 Meter über den ausgeaperten Gletscher in Richtung Pasterze. Ein weiterer Absturz wurde durch eine mit Schnee aufgefüllte Mulde verhindert. Der Mann erlitt Verletzungen unbestimmten Grades.

Von den Bergkameraden wurde der Notruf gewählt. Aufgrund starker Windböen war zuerst eine Bergung des Verunglückten mittels Hubschrauber nicht möglich, weshalb vier auf der Adlersruhe befindliche Bergführer zum Unfallort abstiegen und den Verletzten versorgten. Gleichzeitig machten sich Männer der Bergrettung, Ortsstellen Heiligenblut und Winklern, zum Aufstieg auf, um den Verletzten mittels Trage ins Tal zu bringen.

Letztlich gelang es der Besatzung des Polizeihubschraubers Libelle doch gegen 19:30 Uhr, den Mann mittels 30-Meter-Tau zu bergen. Danach wurde er vom Rettungshubschrauber Martin 4 ins Krankenhaus Lienz geflogen.

Die drei Kameraden stiegen zur Adlersruhe auf und werden morgen ins Tal absteigen.