1.9.2022 – Kriminalpolizei warnt vor Telefonbetrügern

1.9.2022 Starnberg. In den vergangenen Tagen kam es im Bereich der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck wieder zu mehreren Call-Center-Betrugsversuchen. In einem Fall entstand ein Gesamtschaden von 60 000 Euro.

Am gestrigen Mittwoch, 31.08.2022, gegen 10.00 Uhr wurde ein Ehepaar aus Starnberg von einer angeblichen Mitarbeiterin der deutschen Botschaft in Italien angerufen. Diese gab vor, dass die Tochter des Rentnerpaares, einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte, weshalb sie festgenommen wurde.

Nur durch die Zahlung einer Kaution in Höhe von 100 000 Euro könne sie einer Gefängnisstrafe entgehen. Da die Tochter tatsächlich aktuell in Italien wohnt, glaubten die Rentner der Betrügerin diese Geschichte. Während die Ehefrau auf Anweisung nach München fuhr, um sich polizeilich vernehmen zu lassen, erschien ein weiterer Betrüger vor dem Haus der Opfer und ließ sich von dem Rentner Wertgegenstände im mittleren 5-stelligen Bereich aushändigen.

(Quelle: Bayerische Polizei)

Die 74-Jährige wartete inzwischen am Treffpunkt auf einen Polizeibeamten, um ihre Aussage zu tätigen. Als dieser nicht erschien, bemerkte sie den Schwindel und erstattete schließlich – leider zu spät – bei einer Polizeiinspektion in München Strafanzeige.

Die Polizei möchte erneut darauf hinweisen, dass sich Polizeibeamte oder Staatsanwälte niemals telefonisch bei Angehörigen melden, um Kautionszahlungen zu fordern.

Falls Sie solche Anrufe erhalten, legen Sie sofort auf und wählen den Notruf oder besprechen dies persönlich mit ihren Angehörigen.

Weitere Verhaltens-Tipps und Hinweise zu der Betrugsmasche finden Sie auf der Website für Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

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