13.4.2013 – Lawine in Berchtesgadener Alpen

14.4.2013. Bei einem Lawinenabgang auf der gut 2.500 Meter hohen Hocheisspitze in den Berchtesgadener Alpen wurden am Samstag, 13. April 2013, mehrere Skitourengeher verschüttet. Glücklicherweise wurden dabei zwei Menschen nur leicht verletzt.

Eine Gruppe von vier Skitourengeher befand sich gegen 11.45 Uhr im Aufstieg zur Hocheisspitze. Der Erste der Gruppe war ungefähr 100 Meter unterhalb des Gipfels, als sich im Gipfelbereich ein Schneebrett löste. Drei der vier Personen wurden durch das Schneebrett bis zu 300 Meter mitgerissen und verschüttet.

Glücklicherweise konnten sich alle Verschütteten selbst aus den Schneemassen befreien. Ein 50-jähriger Mann aus Bischofswiesen verletzte sich am Knöchel so stark, dass er nicht mehr selbst abfahren konnte. Er wurde von dem österreichischen Rettungshubschrauber „Alpin Heli 6“ geborgen und zum Landeplatz in die Ramsau geflogen. Eine 49-jährige Frau aus Bischofswiesen verletzte sich leicht am Knie, konnte aber mit den beiden 51-jährigen österreichischen Begleitern noch selbst mit Skiern abfahren.

Wie viel Glück die vier Tourengeher hatten, zeigt ein Lawinenunfall aus dem Jahr 2002, bei dem an gleicher Stelle zwei Skitourengeher nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden konnten.

Das Lawinenfeld wurde im Anschluss noch durch die Bergwacht mit VS-Geräten und einem Recco-Gerät sowie durch einen Hundeführer der Polizei abgesucht um ausschließen zu können, dass sich noch weitere Personen unter den Schneemassen befinden.

An dem Einsatz waren 30 Bergwachtkräfte der Bergwachtbereitschaften Ramsau, Berchtesgaden und Marktschellenberg sowie vier Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Berchtesgaden beteiligt. Außerdem waren vier Hubschrauber aus Österreich und Deutschland im Einsatz.


Schreibe einen Kommentar