14.5.2020 – Zwei Kinder in Schwarzach tot aufgefunden – Tatverdächtiger Vater festgenommen

16.5.2020 Schwarzach/Niederbayern. In der Nacht von Donnerstag, 14.05.2020, auf Freitag, gegen Mitternacht, wurden von der Polizei zwei tote Kinder in einer Wohnung in Schwarzach aufgefunden. Der Tatverdacht richtet sich gegen den Vater der Kinder, dieser wurde festgenommen.

Am Donnerstag, 14.5.2020, gegen 22:30 Uhr, teilte eine 28-jährige Frau der Polizei mit, dass sie ein 36-jähriger Bekannter angerufen habe und sie aufgrund des Telefonats befürchte, dass der Mann Suizidabsichten habe.

Von der Polizei wurde daraufhin die Wohnadresse des Mannes und weitere bekannte Adressen überprüft.

Zwischenzeitlich telefonierte der 36-Jährige mit seiner 29-jährigen ehemaligen Lebensgefährtin und von ihm getrennt lebenden Mutter der beiden gemeinsamen Kinder, ohne seinen Aufenthaltsort preis zu geben.

Da die Wohnung des Mannes nicht geöffnet wurde, veranlasste die Polizei Bogen die Öffnung der Wohnung durch einen Schlüsseldienst.

In der Wohnung des 36-Jährigen wurden von der Polizei zwei Kinder, ein Junge im Alter von 8 Jahren und ein Mädchen im Alter von 6 Jahren, tot aufgefunden. Es ergab sich der Verdacht, dass die Kinder durch Fremdeinwirkung gestorben sind.

Aufgrund der ersten Ermittlungen durch die Kriminalpolizei Straubing richtete sich der Tatverdacht noch in der Nacht gegen den 36-jährigen Vater, der die Kinder abwechselnd mit deren Mutter betreute.

Eine großangelegte Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg. Kurz vor 04:00 Uhr stellte sich der 36-Jährige bei der Polizei in Straubing, er wurde festgenommen.

Der Tatverdächtige wurde am Freitagnachmittag, 15.5.2020, der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Regensburg vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Totschlags.

Die Kriminalpolizei Straubing führt die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg – Zweigstelle Straubing. Der genaue Tatablauf und die Hintergründe der Tat sind zurzeit Gegenstand der Ermittlungen.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)