20.12.2017 – Busunfall auf der A3 bei Niederwinkling

20.12.2017 Niederwinkling/Niederbayern. Am Mittwoch, 20.12.2017, gegen 12.40 Uhr, ereignete sich auf der A 3 in Fahrtrichtung Passau, rund einen Kilometer nach der Anschlussstelle Schwarzach, Gemeindebereich Niederwinkling, ein folgenschwerer Verkehrsunfall unter Beteiligung eines rumänischen Reisebusses mit 51 Fahrzeuginsassen.

Nach ersten Erkenntnissen der mit der Unfallaufnahme betrauten Polizeistreife, stockte der Verkehr auf der A3 auf beiden Fahrstreifen in Fahrtrichtung Passau. Zur Unfallzeit herrschte an der Unfallstelle im Bereich der Donau dichter Nebel vor, an der Donaubrücke Metten wurden zeitgleich Instandsetzungsarbeiten am Brückenbauwerk durchgeführt.

Ein rumänischer Reisebus der Marke MAN, besetzt mit einem Fahrer und 50 Passagieren, fuhr zur Unfallzeit beinahe ungebremst gegen das Heck eines Sattelzuges mit ebenfalls rumänischer Zulassung. Der Lkw der Marke DB war besetzt mit einem 41 jährigen Fahrer aus Rumänien, der sein Fahrzeug rechtzeitig am Stauende auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand gebracht hatte.

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Durch die Wucht des Aufpralles wurde der Fahrer des Reisebusses im Fahrzeug eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Weitere acht Businsassen erlitten leichte Verletzungen. Der 41 jährige Fahrer des Sattelzuges blieb bei dem Unfall ebenfalls unverletzt.

Die Autobahn ist in Fahrtrichtung Passau seit 15.50 Uhr wieder für den Verkehr uneingeschränkt freigegeben. In der Spitze bildete sich ein Rückstau von 12 km an der Unfallstelle.

Zwischenzeitlich konnten die Personalien des Busfahrers gesichert und an das rumänische Konsulat in München weitergeleitet werden.

Der Sattelzug konnte aus eigener Kraft die Unfallstelle verlassen und seine Fahrt zur Reparatur fortsetzen. Am Omnibus entstand wirtschaftlicher Totalschaden, er wurde durch ein örtliches Bergeunternehmen versorgt.

Insgesamt musste nur zwei Personen in Krankenhäuser eingeliefert werden, darunter der schwerverletzte Busfahrer. Eine leichtverletzte Businsassen verließ das Krankenhaus auf eigenen Wunsch.

Die 42 unverletzten Fahrgäste, sowie sieben leichtverletzte Businsassen – die ebenfalls auf eine weitere ärztliche Behandlung verzichtet hatten, wurden mit Hilfe der eingesetzten Feuerwehren in die Rettungssammelstelle nach Bogen verbracht, betreut und versorgt.

Durch das rumänische Busunternehmen aus Satu Mare, zu dem der verunfallte Bus gehört, wurde umgehend ein Ersatzbus für die Reisenden organisiert. Dieser wird binnen weniger Stunden bei den Passagieren eintreffen.

Eine Angehörigenverständigung zur Benachrichtigung der Familie des Busfahrer ist über die zuständigen Behörden, veranlasst worden. Die örtlich zuständige Staatsanwaltschaft in Straubing wurde informiert, getroffene Maßnahmen zur Beweissicherung und Unfallsachbearbeitung, erfolgten in Absprache.