22.3.2018 – Seniorin wird in Ingolstadt Opfer von Enkeltrickbetrügern

23.3.2018 Ingolstadt/Oberbayern. Eine Seniorin wurde gestern Nachmittag (22.03.18) Opfer eines sogenannten Enkeltrickbetrugs und übergab mehrere tausend Euro an einen unbekannten Täter.

Gegen 14.40 Uhr wurde die Geschädigte am Telefon von einer angeblichen Bekannten um Hilfe gebeten. Von der Anruferin wurde ein gerade anstehender Immobilienkauf bei einer Versteigerung vorgegaukelt, bei dem die Seniorin kurzfristig mit Bargeld aushelfen solle. Zudem meldete sich in diesem Zusammenhang auch noch ein angeblicher Notar telefonisch bei der Geschädigten.

Trotz vorhandener Bedenken ließ sich die hilfsbereite Rentnerin letztendlich dazu überreden, von ihrer Bank Geld abzuheben und dies an einen vom Notar beauftragten Abholer Namens „Jannek“ zu übergeben.

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Die gutgläubige ältere Dame händigte schließlich im Bereich der Herderstraße, gegen 16.50 Uhr, an den Abholer mehrere tausend Euro Bargeld aus. Der Mann wurde wie folgt beschrieben: ca. 30 Jahre alt, ca. 165 – 170 cm groß, kräftige bis dicke Figur, südländischer Typ, bekleidet mit dunkler Hose und dunkelblauem Parka mit über den Kopf gezogener Kapuze.

Als das Opfer kurz nach der Geldübergabe selbst bei ihrer Bekannten anrief, erkannte sie schnell, dass sie tatsächlich auf eine Betrugsmasche hereingefallen war.

Personen, die im angegebenen Tatzeitraum im Bereich der Herderstraße, Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel: 0841/93430 bei der Kriminalpolizei Ingolstadt zu melden.

Damit Sie nicht auch Opfer von Enkeltrickbetrügern werden, rät die Kriminalpolizei zur Vorsicht und gibt Tipps.

Wie gehen Enkeltrickbetrüger vor

Mit den Worten „Rate mal, wer hier spricht“ oder ähnlichen Formulierungen rufen die überregional agierenden Tätern bei meist älteren und allein lebende Personen an, geben sich als Verwandte, Enkel oder auch gute Bekannte aus und bitten kurzfristig um Bargeld. Als Grund wird ein finanzieller Engpass oder eine Notlage vorgetäuscht, beispielsweise ein Unfall, ein Auto- oder Immobilienkauf.

Die Lage wird immer äußerst dringlich dargestellt. Oft werden die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Ist das Opfer zahlungswillig, wird ein Bote zur Abholung angekündigt. Hat der Angerufene die geforderte Summe nicht parat, folgt die Aufforderung den Betrag bei der Bank abzuheben.
Verhaltenstipps der Polizei

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt!
Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld fordert!

Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen oder Bekannten Rücksprache!

Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen heraus!
Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen!

Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!

Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt!

Informieren Sie auch Ihre Verwandten und Bekannten über diese äußerst hinterlistige Form des Betrugs!