23.3.2022 – Betrug via Handy in Burgau: Erneut vierstellige Summe erbeutet

24.3.2022 Burgau. Bereits gestern berichtete das Polizeipräsidium über einen erfolgreichen Fall der neuen Masche des Betrugs über einen Messengerdienst. Heute kommt ein weiterer Fall hinzu, bei dem ein Mann eine vierstellige Summe verlor.

Der Fall

Ein 72-jähriger Mann erhielt am Dienstag eine Nachricht über eine bekannte Messenger-App, die angeblich von seinem Sohn kam. Dieser bat um dringende Überweisung eines Geldbetrages in Höhe einer niedrigen vierstelligen Summe, da er angeblich sein Handy verloren habe. Der Geschädigte überwies das Geld, stellte später aber fest, dass die Nachricht nicht von seinem Sohn stammte.
Die Masche

Das als „Enkeltrick“ bekannte Phänomen hat nun auch die Messenger-Apps auf den Mobiltelefonen erreicht. Die vorgeblichen Kinder oder Enkel melden sich per Textnachricht und geben vor, dass das ihr Handy kaputt gegangen sei, beispielsweise durch einen Wasserschaden. Daher komme auch die unbekannte Nummer, unter der sich die Betrüger melden. Anschließender Smalltalk soll Vertrauen erwecken und den Opfern weitere persönliche Details entlocken. Sprachnachrichten ließen sich angeblich teilweise nicht senden, da das neue Handy eine entsprechende Funktion nicht besitze.

Wenig später folgt die Bitte nach einer meist niedrigen vierstelligen Bargeldsumme. Es sei ein Notfall eingetreten, eine dringende Rechnung müsse bezahlt werden oder das Online-Banking funktioniere auf dem neuen Handy nicht. Oftmals geht diese Bitte mit der Aufforderung einher, das Geld in Echtzeit zu überweisen, so ist es nicht mehr zurückzuholen.

Die Zahlen

Im gesamten Präsidium registrieren die Beamtinnen und Beamten stark ansteigende Zahlen. Wurden letztes Jahr insgesamt noch 22 Anrufe mit der neuen Masche gemeldet, so sind es dieses Jahr schon mehr als 30.

(Quelle: Bayerische Polizei)

2021 waren die Betrüger in sechs Fällen erfolgreich. Die Schadenssumme lag dabei bei rund 43.000 Euro. Dieses Jahr gelang es den Tätern schon in 11 Fällen, Geld zu erlangen. Bislang verzeichnet die Polizei schon über 20.000 Euro an erlangtem Geld.

Auf den Landkreis Günzburg entfielen dabei letztes Jahr drei gemeldete Versuche, von denen keiner erfolgreich verlief. In diesem Jahr registriert die Polizei bereits jetzt drei Anzeigen, die aktuelle war für die Täter erfolgreich.
Die Empfehlungen

Die Polizei rät:

Wenn Sie von Ihnen bekannten Personen unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.

Fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person unter der alten Nummer nach.

Bitten Sie um eine Sprachnachricht des Absenders.

Aufforderungen zu Geldüberweisungen über Messenger-Apps sollten Sie immer misstrauisch machen. Überprüfen Sie die Überweisung.

Achten Sie auf die Sicherheitseinstellungen Ihres verwendeten Nachrichtendienstes.

Bitte sprechen Sie auch mit Verwandten, Bekannten und Ihren Nachbarn über das Phänomen!

(PI Burgau)

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