29.4.2022 – Schiffsunfall auf der Donau gerade noch verhindert

29.4.2022 Passau/Niederbayern. Ein Gütermotorschiff ignorierte ein Schleusenvorsignal und wäre beinahe mit einem Kreuzfahrtschiff kollidiert. Der 62-jährige rumänische Schiffsführer war noch dazu leicht alkoholisiert.

Am Freitag, gegen 07:30 Uhr, befuhr ein unter rumänischer Flagge fahrendes Güterschiff in Passau die Donau zu Berg. Das 80 Meter lange und mit 730 Tonnen Soja beladene Schiffe wollte anschließend in die Schleuse Kachlet und weiter in Richtung Straubing fahren.

Zeitgleich befanden sich noch zwei Kreuzfahrtschiffe in der Schleusennordkammer, welche gerade dabei waren, zu Tal auszufahren. Eigentlich hätte das Güterschiff an einem Schleusenvorsignal anhalten und die Durchfahrt der zwei entgegenkommenden Kreuzfahrtschiffe abwarten müssen.

Der Schiffsführer des Güterschiffes ignorierte aber das Signal, ließ das erste Kreuzfahrtschiff zwar noch passieren und setzte dann die Fahrt Richtung Schleuse einfach fort. Dies tat er, obwohl es sich vor der Schleuseneinfahrt um eine Engstelle handelt, die aufgrund des Flussverlaufes nur schwer einsehbar ist.

(Quelle: Bayerische Polizei)

Das zweite aus der Schleuse ausfahrende Kreuzfahrtschiff befand sich nun auf Kollisionskurs mit dem Güterschiff. Beide Schiffsführer konnten sich erst sehr spät gegenseitig wahrnehmen. Dennoch konnten die Schiffe noch gerade rechtzeitig jeweils nach rechts ausweichen und nur durch Glück konnte ein vermutlich folgenschwerer Zusammenstoß verhindert werden.

Auf dem 135 m langen und unter deutscher Flagge fahrenden Kreuzfahrtschiff befanden sich 90 Fahrgäste und 38 Crewmitglieder. Niemand wurde verletzt und es entstand auch kein Sachschaden.

Durch die „Wasserschützer“ der Passauer Verkehrspolizei wurde die Weiterfahrt des Güterschiffes unterbunden. Ein freiwilliger Alkotest ergaben bei dem 62-jährigen Schiffsführer Hinweise auf einen vorangegangenen Alkoholkonsum. Er wurde zur Dienststelle verbracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Er muss sich nun wegen Verdacht der Gefährdung des Schiffsverkehrs verantworten.

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