30.1.2013 – Schockanrufer – Tatverdächtige in Kitzingen festgenommen

31.1.2013 Kitzingen. Zunächst hatten die Betrüger mit ihrer bekannten Masche am Mittwochnachmittag noch Erfolg. Jedoch klickten wenige Zeit später bei beiden Tatverdächtigen dann die Handschellen.

Dem schnellen Ermittlungserfolg und der Identifizierung der 29 und 32 Jahre alten Verdächtigen lagen intensive Ermittlungen der Nürnberger und Würzburger Kriminalpolizei zugrunde.

Wieder mit der Schockanrufermasche meldete sich ein Mann bei einer 53-Jährigen in Kitzingen und täuschte die Frau mit der immer gleichen Masche. Der Anrufer gab sich als Sohn des späteren Opfers aus und erzählte, dass er dringend einen fünfstelligen Geldbetrag benötige, um die Operation eines Mädchens bezahlten zu können, das er bei einem Unfall schwer verletzt hätte.

Der angebliche Rechtsanwalt, der das Telefonat danach weiter führte, überzeugte die Frau schnell von der Geschichte. Die Gespräche wurden in russischer Sprache geführt. Kurze Zeit später stand der vermeintliche Onkel des Kindes vor der Wohnungstüre der Dame und nahm 1.500 Euro entgegen. Ein Rückruf der Geschädigten bei ihrem richtigen Sohn ließ den Schwindel dann auffliegen. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung konnten die Ermittler Hinweise erlangen, die auf die Spur zweier Litauer führten. Gegen 20.30 Uhr schlugen die Beamten schließlich zu. Die Tatverdächtigen wurden in der Würzburger Innenstadt festgenommen. Bei beiden Männer fanden die Beamten hohe Bargeldbeträge. Auf Antrag der Würzburger Staatsanwaltschaft entscheidet ein Ermittlungsrichter im Laufe des Donnerstagvormittag über die Haftfrage.


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