31.3.2022 – Zwei Fälle des organisierten Callcenterbetrugs durch Falsche Polizeibeamte im Stadtgebiet München

1.4.2022 München. Fall 1:
Am Donnerstag, 31.03.2022, gegen 14:00 Uhr, erhielt eine über 80-jährige Münchnerin im Bereich Englischer Garten einen Anruf durch eine bislang unbekannte Täterin.

Im Verlauf dieses Anrufs gab sich die Anruferin als Polizeibeamte aus und behauptete unter anderem, dass Angehörige in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt seien.

Durch die manipulative und intensive Gesprächsführung gelang es der Anruferin, dass die Münchnerin einige Stunden später gegen 17:00 Uhr Schmuckgegenstände im Wert von mehreren zehntausend Euro an eine weitere weibliche Abholerin übergab. Die Übergabe erfolgte an der Wohnungstür der Rentnerin. Im Anschluss entfernte sich die Abholerin von der Tatörtlichkeit.

Wenige Stunden später erkannte die Geschädigte den Betrug und erstattete Anzeige bei einer Polizeiinspektion.

Die Abholerin wird wie folgt beschrieben:
Weiblich, ca. 30 Jahre, ca. 168 cm, sprach hochdeutsch; bekleidet mit: dunkler Oberbekleidung, Strickmütze, dunkle FFP-2- Maske

Fall 2:

Am Donnerstag, 31.3.2022, im Zeitraum von ca. 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr, kontaktierte ein bislang unbekannter Täter eine über 60-jährige Münchnerin im Bereich Unterhaching.

Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus und gab an, dass Angehörige in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt seien. Durch die weitere manipulative Gesprächsführung gelang es dem Anrufer, dass die Münchnerin an mehreren Geldautomaten mehrere zehntausend Euro Bargeld abhob und dies im weiteren Verlauf in München Giesing an einen bislang unbekannten Täter übergab.

Im Anschluss an die Übergabe begab sich die Münchnerin wieder nach Hause. Erst einige Zeit später, nach Kontaktaufnahme mit Angehörigen, wurde sie auf den Betrug aufmerksam und kontaktierte die Polizei.

Die weiteren Ermittlungen in beiden Fällen hat die AG Phänomene übernommen.

Die Abholerin wird wie folgt beschrieben:

Weiblich ca. 38 Jahre, ca. 170 cm, schlank, west-/nordeuropäisches Erscheinungsbild, kurze Haare; bekleidet mit schwarzer Daunenjacke mit weißer Aufschrift am linken Arm; evtl. schwarze/dunkle Jeans

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum gegen 14:00 Uhr im Bereich Oettingenstraße/ Prinzregentenstraße/Widenmayerstraße/Emil-Riedel-Straße und zwischen 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr im Bereich St-Martin-Straße/Werinherstraße/Severinstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

(Quelle: Bayerische Polizei)

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:

Vergewissern Sie sich bitte durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handeln könnte.

Wenn Sie den Polizeinotruf 110 anrufen, vergewissern Sie sich bitte, dass ein vorheriger Anruf auch definitiv beendet wurde, indem der Hörer aufgelegt oder eine entsprechende Taste eines Mobiltelefons gedrückt wurde.

Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung, die sich nicht eindeutig legitimieren können.

Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.

Beachten Sie vor allem:
• Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.
• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
• Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.
• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

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