8.11.2022 – Schleusungen in Passau aufgedeckt

8.11.2022 Passau/Niederbayern. In der Nacht von Montag auf Dienstag arbeiteten Kräfte der Grenzpolizei Passau, der Bundespolizei Passau, der Polizeiinspektion Passau und der Polizeistation Pocking im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen eng zusammen, weil der Verdacht verstärkter Schleusungen im Passauer Stadtgebiet bestand. 14 Geschleuste und ein Schleuser wurden aufgegriffen.

Die Bundespolizeiinspektion Passau stellte am Dienstag gegen 01:00 Uhr mehrere fußläufige Personen im Stadtgebiet Passau fest, die offenbar zuvor eingeschleust wurden. Es bestand der Verdacht, dass die eingeschleusten Personen nun von verschiedenen Fahrzeugen eingesammelt und weitertransportiert werden sollten. Folglich verstärkte die Grenzpolizeiinspektion Passau unverzüglich die Fahndung im Stadtgebiet und konnte im Zusammenwirken mit der Bundespolizei Passau und der Polizeiinspektion Passau zwei verdächtige Pkws im Bereich des Klinikums Passau feststellen.

In einem VW-Van befanden sich neun eingeschleuste Männer mit kurdischer Staatsangehörigkeit, darunter drei Personen ungesichert im Kofferraum. Der Fahrer des Vans flüchtete noch vor der Kontrolle. Die angebrachten Kfz-Kennzeichen waren als gestohlen zur Fahndung ausgeschrieben.

(Quelle: Bayerische Polizei)

Fluchtversuch endet mit Verkehrsunfall

Der zweite verdächtige Pkw versuchte vor der Kontrolle zu flüchten. Während der 15-minütigen Verfolgungsfahrt kam es aufgrund der riskanten Fahrweise des 20-jährigen Fahrers zu mehreren Gefahrensituationen, bis die Fahrt schließlich abrupt endete, weil das Fluchtfahrzeug in Bad Höhenstadt mit einem geparkten Pkw zusammenstieß. Der verantwortliche Fahrer wurde unverzüglich durch Fahnder der Grenzpolizeiinspektion Passau vorläufig festgenommen.

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Bei dem Verkehrsunfall wurden sowohl der Fahrer, als auch die fünf geschleusten Fahrzeuginsassen verletzt und vom hinzugerufenen Rettungsdienst ärztlich versorgt. Die Verkehrspolizeiinspektion Passau hat vor Ort die Verkehrsunfallaufnahme übernommen. Außerdem wurden Ermittlungen wegen Kennzeichenmissbrauchs eingeleitet, weil an dem nicht zugelassenen Ford falsche Kennzeichen angebracht wurden.

Die aufgegriffenen Personen wurden von den Beamten der Passauer Grenzpolizei allesamt der Bundespolizei Passau zur weiteren Bearbeitung übergeben.

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