Falsche Polizeibeamte erbeuten Bargeld und Schmuck in der Oberpfalz

8.6.2022 Oberpfalz. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz sind derzeit falsche Polizeibeamte sehr aktiv.

Fall 1:

NABBURG, Lkr. SCHWANDORF. Ein Mann aus Nabburg ist einer Betrugsmasche von falschen Polizeibeamten zum Opfer gefallen. Er hat Bargeld und Schmuck an einen Betrüger übergeben.

Ein 82-jähriger Mann aus Nabburg erhielt am 07. Juni 2022 einen Anruf von Betrügern, die sich als Polizei Regensburg meldeten und die Bezahlung einer Kaution vom Geschädigten forderten. Durch geschickte Gesprächsführung brachten sie den Mann dazu, Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich und Schmuck an einen Betrüger zu übergeben.

Die Kriminalpolizei Amberg hat die Ermittlungen übernommen.

Fall 2:

NÖRDLICHE OBERPFALZ. Falsche Polizeibeamte werden rechtzeitig erkannt. Es kommt zu keiner Geldübergabe.

Es kam zu Fällen ähnlicher Art in der nördlichen Oberpfalz. Die Angerufenen erkannten den Betrug rechtzeitig. Es wurde kein Geld übergeben.

Die Kriminalpolizeiinspektion Weiden hat die Ermittlungen übernommen.

Fall 3:

REGENSBURG. Ein Mann aus Regensburg übergab Goldmünzen an falsche Polizeibeamte.

Auch in einem weiteren Fall kam es zu einer Geldübergabe. Ein 80-jähriger Mann übergab Goldmünzen im oberen fünfstelligen Bereich an falsche Polizeibeamte, nachdem er einen sogenannten Schockanruf erhalten hatte.

Bei Schockanrufen spiegeln die Anrufer eine schockierende Situation vor. Der Schockmoment wird genutzt, um die Angerufenen zu einer Zahlung zu bewegen. Oft wird vorgetäuscht, ein Angehöriger hätte einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person zu Tode gekommen sei. Dann wird mit großem Druck zur Zahlung einer Kaution für den Angehörigen aufgefordert.

(Quelle: Bayerische Polizei)

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen übernommen.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor dieser und ähnlich gelagerten Betrugsmaschen:

Die wichtigsten Tipps der Polizei gegen falsche Polizeibeamte:

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch Polizisten, die für angebliche Verwandte in einer Notsituation Geld benötigen.

Die Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!

Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück!

Übergeben Sie nie Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte!

Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifel …110 wählen!

Die Erreichbarkeiten der kriminalpolizeilichen Beratungsstellen finden Sie unter:

https://www.polizei.bayern.de/schuetzen-und-vorbeugen/beratung/kriminalpolizeiliche-beratungsstellen/006229/index.html

Werbung: