Silvesterbilanz 2019 des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord

1.1.2020 Oberbayern. Mit 320 silvestertypischen Einsätzen verlief der Jahreswechsel für die Beamtinnen und Beamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord durchaus lebhaft.

Bis in die Morgenstunden wurden 24 Fälle von Sachbeschädigungen, wie z. B. durch Böller verursachte Kleinbrände, registriert. Der dabei entstandene Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen knapp 18.900 Euro.

29 Personen wurden bei 21 Körperverletzungsdelikten leicht verletzt.

Bei 14 verzeichneten Verkehrsunfällen wurde 1 Person leicht verletzt.

Auch Ruhestörungen beschäftigten die Beamten in der Nacht. Zu insgesamt 57 Einsätzen rückten sie diesbezüglich aus.

Nachfolgend einige Beispiele zu Einzelereignissen aus der Silvesternacht:

Ellighofen, Landkreis Landsberg am Lech

Nachdem drei Jugendliche gegen 22:00 Uhr einen Böller warfen, gerieten sie mit einem 65-Jährigen in Streit. In dessen Verlauf nahm der Mann einen Holzstock und schlug damit auf einen 20-Jährigen aus der Gruppe ein. Durch die Schläge wurde dieser leicht verletzt.

Isen, Landkreis Erding

Gegen 23:00 Uhr teilte ein 28-Jähriger per Notruf mit, dass er in einen Weiher bei Ranischberg gefallen sei und sich selbst nicht mehr befreien könne. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften suchte mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers mehrere Weiher ab. Nach längerer Absuche konnte der Mann wohlauf angetroffen werden. Da seine Angaben offensichtlich nicht der Wahrheit entsprachen, wird nun wegen des Missbrauchs von Notrufen gegen ihn ermittelt.

Freinhausen, Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm

Kurz nach Mitternacht geriet ein landwirtschaftliches Nebengebäude bei Hohenwart in Brand. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat in diesem Fall die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache übernommen.

Poing, Landkreis Ebersberg

Ein 20-Jähriger entzündete gegen 00:10 Uhr eine Rakete und warf diese in einen Mörser, der zum Abschießen von Feuerwerkskörpern vorgesehen ist. Aus bislang ungeklärter Ursache explodierte die Rakete dann unmittelbar vor dem Heranwachsenden, wodurch er sich schwere Verletzungen im Gesichtsbereich und an einer Hand zuzog.

Pfaffenhofen an der Ilm

Gegen 01:00 Uhr stellte eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Pfaffenhofen an der Ilm einen 36-Jährigen am Bahnhofsgelände fest, der gemeinsam mit seinem 8-jährigen Sohn an einer Schreckschusswaffe hantierte und aufgrund der aufgefundenen Patronenhülsen wohl auch Knall-Patronen verschossen hatte.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)