Trickbetrug übers Handy – Mit „WhatsApp-Masche“ 4.000 Euro erbeutet

7.4.2022 Pfaffenhofen. Erneut gelang es Callcenter-Betrügern mit einer Textnachricht unter Angabe falscher Tatsachen fette Beute zu machen.

Am Mittwoch, 6.4.2022, gegen 17:00 Uhr, erhielt ein 56-jähriger Mann aus Pfaffenhofen eine betrügerische Whatsapp-Nachricht. Ein unbekannter Täter gab sich dabei als seine Tochter aus und bat um Überweisung von zwei Rechnungen.

Der Geschädigte ließ sich täuschen und überwies zwei Beträge in Höhe von insgesamt knapp 4.000,- Euro mittels Online-Banking an das angegebene Konto. Später stellte er dann fest, dass es sich nicht um seine Tochter handelte und verständigte die Polizei. (PI Weißenhorn)

(Quelle: Bayerische Polizei)

Der Enkeltrick über „WhatsApp“

Die Masche über den Messenger-Dienst keimte erst im vergangenen Jahr auf. Wo die Callcenterbetrüger vormals per Telefon agierten, findet die Anbahnungshandlung nun fast ausschließlich per Textnachricht statt.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West registrierte im Jahr 2021 neun erfolgreiche Fälle in denen die Betrüger fast 44.000 Euro erbeuteten. Im laufenden Jahr sind bereits 15 erfolgreiche Fälle zu verzeichnen. Der Beuteschaden liegt bereits jetzt bei fast 40.000 Euro.

Im Landkreis Neu-Ulm wurden in diesem Jahr in drei erfolgreichen Fällen rund 7.500 Euro erbeutet.

Die Polizei rät:

Seien Sie misstrauisch, wenn Sie Textnachrichten von einer unbekannten Nummer bekommen.

Rufen Sie den Familienangehörigen auf der „alten“ bekannten Nummer an.

Reden Sie mit weiteren Angehörigen, bevor Sie Geld überweisen.

Wenn Sie Opfer wurden, wählen Sie sofort die 110. Kontaktieren Sie sofort Ihre Hausbank, unter Umständen kann eine Überweisung rückgängig gemacht werden.

(PI Weißenhorn, DG)

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