20.7.0213 – Kanufahrer in Isar ertrunken

21.7.2013 Bad Tölz-Wolfratshausen. Am Samstagabend, 20.07.13, ist ein Kanufahrer bei der Durchfahrt des Stauwehrs gekentert und in der Isar ertrunken. Polizei und Bürgermeister warnen ausdrücklich vor dem Befahren der geöffneten Schleuse am Isarkraftwerk.

Eine Gruppe von sechs Männern befuhr am Samstagabend, gegen 20:45 Uhr, mit drei Kanus die Isar flussabwärts. Während zwei Besatzungen das Isarwehr bei Bad Tölz mit ihren Booten umgingen, entschlossen sich zwei Kanufahrer zum durchfahren der geöffnete Schleuse.

Beim Passieren der Wehranlage kenterte das Boot und ein 43-jähriger Mann aus dem Landkreis Augsburg geriet in eine Wasserwalze. Während sich sein 30-jähriger Mitfahrer ans Ufer retten konnte, drückte die Walze den 43-Jährigen unter Wasser. Schließlich wurde der Mann durch die Rettungskräfte geborgen und nach erfolgte Reanimation mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Dort ist er in der Nacht auf Sonntag verstorben.

Innerhalb der letzten vier Tage war dies bereits der dritte schwere Bootsunfall in Zusammenhang mit der Durchfahrt am Bad Tölzer Isarkraftwerk. Am Donnerstagnachmittag, 18.07.13, ist eine Münchner Schlauchbootbesatzung, bestehende aus zwei Männer, gegen 14.40 Uhr gekentert und konnte gerade noch rechtzeitig gerettet werden.

Am Samstagnachmittag, 20.07.13, durchfuhr gegen 16.00 Uhr eine weiteres Schlauchboot, diesmal besetzt mit drei Männer, das Isarwehr. Das Boot ist ebenfalls gekentert und ein 33-jährige Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck konnte sich gerade noch an einer Betonmauer vor der Wasserwalze festhalten. Er musste mit Hilfe der Seilwinde eines Hubschraubers geborgen werden.

Aufgrund von Bauarbeiter an der Isar wurde der Staussee vor dem Isarkraftwerk abgelassen. Trotz deutlich aufgestellter Warnhinweise ignorieren leichtsinnige Bootsfahrer die Gefahren, durchfahren die geöffnete Schleuse und setzen ihr Leben aufs Spiel. Die Stadt Bad Tölz versucht nun durch mechanische Sicherungen (Bauzäune und Absperrgitter) ein Durchfahren des geöffneten Stauwehrs zu verhindern.

Durch zusätzliche Warntafeln sollen die Gefahren noch einmal verdeutlicht werden, insbesondere das lebensgefährliche Durchfahren des Isarkraftwerks.


Schreibe einen Kommentar