28.2.2018 – „Geisterfahrerin“ auf der A95

28.2.2018 Oberbayern. Am frühen Mittwochmorgen, 28.02.2018, fuhr eine 40-jährige Autofahrerin auf der A 95 rund 12 Kilometer in der falschen Richtung, ehe sie in Starnberg von der Polizei angehalten werden konnte. Die Verkehrspolizei Weilheim bittet Verkehrsteilnehmer, die von der „Geisterfahrerin“ gefährdet wurden, sich zu melden.

Eine 40-jährige Frau aus dem Landkreis Weilheim-Schongau befand sich in den frühen Morgenstunden des 28. Februar 2018 mit ihrer Mutter auf dem Nachhauseweg von einem Musikkonzert in München. Nachdem sie am sogenannten „Starnberger Dreieck“ die Abfahrt verpasst hatte, fuhr die Frau noch weiter auf der A 95 in Richtung Süden bis zur Rastanlage Höhenrain, um dort zu tanken.

Nach dem Tankvorgang fuhr die Frau mit ihrem VW Up jedoch nicht an der richtigen Ausfahrt wieder auf die Autobahn auf, sondern setzte ihre Fahrt fälschlicherweise auf der Richtungsfahrbahn Garmisch in Richtung Starnberg fort. Nur der Geistesgegenwart eines Polizeibeamten, der sich gerade auf dem Nachhauseweg vom Dienst auf der Parallelspur befand, war es zu verdanken, dass die „Geisterfahrt“ der Frau letztendlich ohne Unfall verlief.

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Der Beamte verständigte sofort seine Kollegen, blieb parallel zur Geisterfahrerin auf gleicher Höhe und gab ständig deren Standort durch. So konnte die Frau schließlich von einer Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim in Starnberg angehalten und kontrolliert werden.

Die Beifahrerin hatte zwar irgendwann bemerkt, dass sie sich auf der falschen Richtungsfahrbahn befanden, trotzdem fuhr die Frau insgesamt 12 Kilometer auf der falschen Seite, um dann am Starnberger Dreieck zu wenden und in Richtung Starnberg weiterzufahren. Sie hatte sich dabei strikt auf der Überholspur der falschen Fahrbahn gehalten und so grenzt es an ein Wunder, dass es nicht zu einer Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen gekommen war.

Beiden Frauen war auch nach der Anhaltung nicht bewusst, welcher Gefahr sie sich und andere Verkehrsteilnehmer mit diesem Verhalten ausgesetzt hatten. Die Fahrerin erwartet nun ein Strafverfahren und möglicherweise ein Führerscheinentzug.

Zur abschließenden Beurteilung des Vorfalles werden Zeugen bzw. Verkehrsteilnehmer gesucht, die durch die „Geisterfahrerin“gefährdet wurden bzw. ausweichen mussten. Sie werden gebeten, sich umgehend mit der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer (0881) 640302 in Verbindung zu setzen.