Große Suchaktion nach vermisstem Wanderer aus Kanada im Karwendelgebirge

14.8.2018 Bad Tölz/Oberbayern. Seit einigen Tagen wird ein 32 Jahre alter Kanadier vermisst. Der Mann war zu Fuß auf dem Weg von München nach Venedig unterwegs, seine Spur verliert sich im südbayerischen Raum. Unter der Leitung der Polizeiinspektion Bad Tölz finden dort groß angelegte Suchmaßnahmen statt.

Am Dienstag, 8. August 2018, teilte die Ehefrau eines 32-jährigen Kanadiers spätabends telefonisch bei der Polizeiinspektion Schwaz (Tirol) mit, dass sie keinen Kontakt mehr zu ihrem Ehemann habe.

Der 32-Jährige befinde sich derzeit auf einer Alpenüberquerung München-Venedig. Angeblich sei er zuletzt am Karwendelhaus (Tirol) gesehen worden.

WERBUNG:

Durch die österreichischen Polizeibehörden konnte letztendlich abgeklärt werden, dass der Mann vermutlich nicht in Tirol angekommen ist. Es konnte auch ermittelt werden, dass der abgängige Wanderer zuletzt im Bereich der Polizeiinspektion Bad Tölz unterwegs war.

Die Ehefrau hatte mittlerweile in diversen Foren im Internet um Mithilfe bei der Suche nach ihrem Mann aufgerufen und das letzte Bild, ein Selfie, welches von ihrem Mann auf der Wanderung gemacht wurde, eingestellt.
Es handelt sich bei dem Abgängigen um Jeffrey David Freiheit aus Brandon/Kanada.

Die österreichischen Polizeibehörden informierten die Polizeiinspektion Bad Tölz über die Vermissung des Kanadiers am 9. und 10. August.

Erste Ermittlungen der Polizeiinspektion Bad Tölz konnten den Hinweis verifizieren, dass Herr Freiheit die Nacht vom 1. auf den 2. August in Bad Tölz verbrachte. Am 2. August machte sich Herr Freiheit auf den Weg nach Lenggries. Ziel dort war das Brauneck. Ferner ist gesichert, dass er auf der „Tölzer Hütte“ einkehrte und sich von dort auf den Weg zur „Tutzinger Hütte“ aufgemacht hatte.

Die bisher eingeleiteten ergebnislosen Suchmaßnahmen sowie ein Zeugenhinweis legen den Schluss nahe, dass der Gesuchte nach Übernachtung in der „Tutzinger Hütte“ tatsächlich wie geplant am 3. August auf dem Weg nach Vorderriß war.

Am gestrigen Tag (13.08.18) konzentrieren sich die Suchmaßnahmen auf den Bereich Jachenau-Vorderriß. Das Gasthaus Post in Vorderriß war, nach dem hier bekannten Routenplan des Kanadiers, das Ziel am 3. August. Dort kam er jedoch, nach derzeitigen Erkenntnissen, nicht an.

Neben der Bergwacht waren Hubschrauber der Polizei (Landes- und Bundespolizei) sowie Beamte der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei im Einsatz. Ein großes Lob ist hierbei der Bergwacht für ihr engagiertes und professionelles Handeln auszusprechen. Beteiligt sind unter anderem die Bergwachten Lenggries, Benediktbeuern, Kochel und Penzberg. Auch Rettungs- und Lawinenhunde der Bergwacht befanden sich im Einsatz.