Mehrere Brände im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

7.5.2020 Bad Tölz-Wolfratshausen/Oberbayern. Innerhalb von zwei Tagen brachen in vier Gemeinden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Brände unterschiedlichen Ausmaßes aus. Der Sachschaden dürfte nach ersten Einschätzungen in die Millionenhöhe gehen. Zur Klärung der Brandfälle und eines möglichen Zusammenhangs wurde unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II bei der Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungsgruppe „Isar“ gegründet.

Wie bereits am 4.5.2020 berichtet, brach am frühen Montagmorgen, gegen 03:40 Uhr, ein Brand auf dem Gelände eines Biomasse-Kraftwerks im Engen-Gasteig-Weg in Reichersbeuern aus, bei welchem das Kraftwerk selbst und zwei Lagerhallen für Hackschnitzel zerstört wurden. Die Schadenshöhe dürfte in die Millionenhöhe gehen. Aufgrund des enormen Schadensausmaßes war eine Begehung des Brandortes für die Kripo Weilheim erst am Dienstag, 5.5.2020, möglich.

Am Montagabend, 4.5.2020, kam es kurz nach 22:00 Uhr zu einem Brandausbruch an einem Hackschnitzellager im Bereich Dietramszell – Spöttberg. Dieser wurde glücklicherweise in einem frühen Stadium von Anwohnern bemerkt, sodass das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres verhindern konnte. Der Schaden beläuft sich auf ca. 5000 Euro.

Am gestrigen Mittwoch, 6.5.2020, wurde gegen 04:50 Uhr ein Brand an einem Wohn-/Geschäftshaus in der Geltinger Straße in Wolfratshausen bemerkt. Nach ersten Erkenntnissen brach im Bereich zweier Mülltonnen, welche abgesetzt vom Haus standen, ein Feuer aus, welches auf das Gebäude übergriff. Die Schadenshöhe dürfte im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.

Kurz darauf, gegen 06:30 Uhr, gerieten eine Sitzbank und ein Batteriecontainer auf einem Betriebsgelände am Gewerbering in Egling in Brand. Der Grundstückseigentümer bemerkte das Feuer und konnte dieses selbst rasch ablöschen. Der Sachschaden in diesem Fall ist derzeit noch nicht bekannt.

Glücklicherweise wurde bei keinem der Brände jemand verletzt. Aufgrund des engen zeitlichen und örtlichen Zusammenhangs wurde in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft München II bei der Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungsgruppe „Isar“ gegründet. Nach aktuellem Ermittlungsstand kann in allen vier Fällen eine vorsätzliche Brandlegung nicht ausgeschlossen werden. Die Ermittlungen der Brandfahnder laufen derzeit auf Hochtouren und in alle Richtungen.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)