11.4.2018 – Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams

11.4.2018. Bei den DTM-Testfahrten in Hockenheim kehrte Daniel Juncadella zum ersten Mal nach seiner Schlüsselbeinverletzung ins Rennauto zurück. Im Interview verrät der „Mann aus Titan“, wie es sich angefühlt hat…

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten vom Wochenende
Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
3 Fragen an Daniel Juncadella
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Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

Formel 1: Lewis Hamilton und Valtteri Bottas erzielen beim Großen Preis von Bahrain ein Doppel-Podium
VLN: Adam Christodoulou, Manuel Metzger. Dirk Müller und Maro Engel fahren auf der Nordschleife auf Platz zwei
Blancpain GT Series: Michael Meadows und Raffaele Marciello stehen im zweiten Rennen als Zweite auf dem Podium

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Newssplitter

Stat-Attack – Bahrain: Obwohl das Team beim zweiten Saisonlauf der Formel 1 auf dem Bahrain International Circuit den ersten Saisonsieg knapp verpasste, reist Mercedes-AMG Petronas Motorsport mit einigen weiteren erreichten Meilensteinen aus der Wüste ab. So absolvierten Lewis Hamilton und Teamchef Toto Wolff am vergangenen Wochenende ihren 100. Grand Prix mit dem Team aus Brackley. Für Lewis brachte dieser nach einer Aufholjagd von Startplatz neun sein 119. Formel 1-Podium (das 70. im 100. Rennen mit dem Team) und das 27. Top-10-Ergebnis in Folge. Damit stellte er den bisherigen Rekord von Kimi Räikkönen ein. Valtteri erzielte unterdessen mit Platz zwei sein 23. Grand Prix-Podium und sein 14. mit dem Team.

Auf nach China: Keine Zeit zum Ausruhen! Nur eine Woche nach dem Großen Preis von Bahrain geht die Formel 1-Saison 2018 auf dem Shanghai International Circuit in China bereits in die dritte Runde. Lewis freut sich dabei ganz besonders auf den Großen Preis von China, schließlich wird er von den chinesischen Fans in jedem Jahr euphorisch empfangen. Aber auch sportlich war der Kurs vor den Toren von Schanghai in der Vergangenheit stets ein gutes Pflaster für den amtierenden Weltmeister: Bei elf Starts blickt er in China auf fünf Siege, sechs Pole Positions, sechs schnellste Rennrunden und acht Podestplätze zurück. Seit 2014 saß der Sieger immer in einem Silberpfeil: dreimal Lewis und einmal Nico Rosberg. Der Deutsche erzielte mit seinem ersten Grand Prix-Sieg 2012 in Schanghai auch den ersten Mercedes-Sieg der Neuzeit. Dieser jährt sich übrigens am Renntag (15. April) in diesem Jahr zum sechsten Mal.

Neue Saison, neue Designs: Rechtzeitig zum Beginn des letzten DTM-Tests vor dem Saisonbeginn in dieser Woche in Hockenheim (09.-12. April) stellte das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team die neuen Designs der sechs Mercedes-AMG C 63 DTM Rennwagen vor, in denen das Fahrer-Sextett in der kommenden DTM-Saison 2018 an den Start gehen wird.

Mercedes-AMG GT3 mit erfolgreichem Wochenende: Beim zweiten VLN-Rennen der Saison gab es am vergangenen Wochenende das erste Podium für den Mercedes-AMG GT3. Auf der Nürburgring-Nordschleife sicherten sich Adam Christodoulou (GBR), Manuel Metzger, Dirk Müller und Maro Engel (alle GER) für das Mercedes-AMG Team BLACK FALCON den zweiten Gesamtplatz. Insgesamt fuhren vier Mercedes-AMG GT3 in die Top-Ten und sorgten damit für eine gelungene Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen (10.-13. Mai).

Auf dem belgischen Circuit Zolder gab es ebenfalls einen zweiten Platz für den Mercedes-AMG GT3: Beim Auftakt des Blancpain GT Series Sprint Cups fuhren Michael Meadows (GBR) und Raffaele Marciello (ITA) für das AKKA ASP Team auf das Podium des zweiten Wertungslaufs. Im Schwesterauto fehlten den viertplatzierten Felix Serralles (PUR) und Nicolas Jamin (FRA) nur zwei Sekunden für einen weiteren Podestplatz.

Ein reines Mercedes-AMG Klassenpodium gab es in Italien: In Mugello holten sich Stefano Pezzucchi, Marco Zanuttini und Mario Cordoni (alle ITA) im Mercedes-AMG GT3 von Krypton Motorsport den zweiten Gesamtrang und damit auch den Klassensieg beim 3 Ore Endurance Champions Cup. Mit einem Mercedes-AMG GT3 auf Platz zwei und einem SLS AMG GT3 auf Platz drei komplettierte das Customer Racing Team MDC Sports den Klassenerfolg.

Beim Saisonauftakt der Super GT Series auf dem japanischen Okayama International Circuit freuten sich die Customer Racing Teams von LEON RACING (4. Platz), GOODSMILE RACING (8. Platz) und Arnage Racing (10. Platz) über insgesamt drei Top-Ten-Platzierungen.

Mercedes-AMG GT4 mit Klassensiegen: Nach dem Debütsieg beim ersten VLN-Lauf bleibt das neue Customer Racing Fahrzeug auf der Nordschleife weiter erfolgreich. Im zweiten Saisonlauf fuhr der von Stefan Karg, Fidel Leib und Moritz Oberheim (alle GER) pilotierte Mercedes-AMG GT4 auf den zweiten Platz der Klasse SP10. Ein weiteres von Patrick Simon, Christian Gebhardt, Bernd Schneider (alle GER) und Jethro Bovingdon (GBR) pilotierte Rennfahrzeug auf Basis des Mercedes-AMG GT4 entschied die Klasse SP8T für sich.

In Zolder starteten die GT4 European Series und die Belcar Endurance Championship in die neue Saison. Bei den jeweils 60-minütigen Sprintrennen der GT4 European Serie sorgte das Selleslagh Racing Team mit einem Klassensieg für das beste Resultat. Im 125-minütigen Lauf der Belcar Endurance Championship entschieden Jimmy de Breuker und Yannick Hoogaers (beide BEL) vom Team QSR Racing School die Klasse für sich.

3 Fragen an Daniel Juncadella

Daniel Juncadella

Daniel Juncadella, Mercedes-AMG Motorsport DTM Team

Daniel, Du bist am Dienstag zum ersten Mal seit deiner Verletzung wieder in einem DTM-Auto gefahren. Wie hat es sich angefühlt?

Daniel Juncadella: Es war eine ganz besondere Situation für mich. Ich wusste schon vorher, dass ich meinen Arm bewegen konnte, aber am Montag saß ich das erste Mal wieder im Auto und wurde darin angeschnallt. Da habe ich erst einmal gemerkt, wie eng es im Cockpit wirklich ist. Danach war ich mir nicht ganz sicher, ob ich so am Dienstag würde fahren können. Aber nach dem ersten Run habe ich bemerkt, dass wir nur ein paar Anpassungen am Lenkrad und dem Sitz benötigen. Auf dem zweiten Run fühlte ich mich bereits okay. Als ich dann aus dem Auto gesprungen bin, sah ich, dass ich zu diesem Zeitpunkt nur drei Zehntel hinter Gary auf Platz zwei lag. Das war eine große Überraschung für mich! Denn ich fühlte mich zwar gut im Auto, rechnete aber damit, dass ich bei den Rundenzeiten wegen der Verletzung vielleicht weiter weg sein würde. Schließlich muss ich den Rechtskurven meinen rechten Arm etwas mehr verwenden und hier in Hockenheim gibt es relativ viele Rechtskurven.

Im Team hast Du jetzt schon den liebevollen Spitznamen „ Mann aus Titan“ weg. Was sagst Du dazu?

Daniel Juncadella: Na klar, ich bestehe jetzt aus einem ganz schönen Stück Titan. Vielleicht poste ich in den nächsten Tag noch ein paar Bilder davon, um den Beweis anzutreten! Aber im Ernst: Das war ein ganz besonderer Tag für mich. Das Gefühl kommt fast an die größten Erfolge in meiner Karriere heran. Zu Beginn des Nachmittags war es für mich etwas härter, aber insgesamt lief alles super und ich konnte 121 Runden absolvieren.

Wie hat sich das Auto angefühlt?

Daniel Juncadella: Es war gut. Das Team hat im Vergleich zum ersten Testtag am Montag ein paar Veränderungen vorgenommen und dadurch war das Setup bereits zu Beginn sehr ordentlich. Wir haben am Vormittag einige Dinge ausprobiert, die sich positiv ausgewirkt haben. Am Nachmittag haben wir uns auf Rennsimulationen konzentriert. Das war für mich die erste Rennsimulation mit der neuen Reifenmischung, die ich vor zwei Jahren schon einmal getestet habe. Das lief ebenfalls sehr positiv und ich glaube, dass ich dabei konkurrenzfähig gewesen bin. Insgesamt war es ein perfekter Tag für mich. Ich hätte mir keinen besseren Tag wünschen können.

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