BMW Group stellt strategische Weichen unter herausfordernden Rahmenbedingungen

15.3.2019 München. Die BMW Group hat in einem herausfordernden Geschäftsjahr 2018 entscheidende Weichen für ihren langfristigen Erfolg gestellt. Im Rahmen der Strategie NUMBER ONE > NEXT hat das Unternehmen unter anderem den Startschuss für seine Produktoffensive in der oberen Luxusklasse gegeben und den Grundstein für einen weiteren Ausbau seiner Präsenz im weltgrößten Markt China gelegt.

Mit dem BMW Vision iNEXT hat der Konzern zudem sein neues Technologie-Flaggschiff präsentiert, das die ACES-Zukunftsthemen Automatisiertes Fahren, Connectivity, Elektrifizierung und Services integriert. Zudem baut das Unternehmen sein Angebot an elektrifizierten Modellen konsequent aus und setzt in den Bereichen Mobilitätsdienstleistungen und autonomes Fahren verstärkt auf Kooperationen. Gleichzeitig stand die Geschäftsentwicklung der BMW Group speziell in der zweiten Jahreshälfte unter dem Einfluss signifikanter Herausforderungen für die gesamte Branche, die das Unternehmen über 2018 hinaus begleiten werden.

„2018 war für die gesamte Automobilindustrie ein herausforderndes Jahr. Dennoch haben wir das zweitbeste Konzernergebnis unserer Geschichte erzielt“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Harald Krüger, am Freitag in München. „Die Herausforderungen für die gesamte Industrie nehmen in den nächsten Monaten nicht ab. Deswegen werden große Kraftanstrengungen in allen Bereichen des Unternehmens erforderlich sein, um die Transformation der Branche unter diesen Rahmenbedingungen erfolgreich zu gestalten.“

Neben den branchenweiten Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr sorgten aus Sicht der BMW Group anhaltende internationale Handelskonflikte für eine sich verschärfende Marktsituation und Ungewissheit. Zudem zog die Umstellung auf den neuen Prüfzyklus WLTP auf mehreren europäischen Märkten erhebliche Angebotsverwerfungen und eine unerwartet hohe Wettbewerbsintensität nach sich. Ein höheres Volumen an Kulanz- und Gewährleistungsmaßnahmen führte zudem zu einer deutlichen Erhöhung der entsprechenden Rückstellungen im Segment Automobile im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2018.

„Wir erwarten auch 2019 starken Gegenwind für die gesamte Branche. Aber wir gehen solche Herausforderungen konsequent an, um daraus gestärkt hervorzugehen“, sagte Nicolas Peter, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen. „Deswegen haben wir bereits 2017 das Programm Performance > NEXT initiiert, um unsere Leistungsseite zu steigern und strukturelle Effizienzverbesserungen sowie eine konsequente Reduzierung von Komplexität zu erzielen. Diese Anstrengungen werden wir angesichts der aktuellen Entwicklungen nochmals ausweiten und deutlich verstärken.“

Herausforderungen sieht die BMW Group aktuell unter anderem durch politische Unsicherheiten, eine sich – auch aufgrund von internationalen Handelskonflikten – abkühlende Konjunktur, steigende Herstellkosten zur Erfüllung regulatorischer Vorgaben sowie durch Wechselkurseffekte und steigende Rohstoffpreise. Um diesen Belastungen entgegenzuwirken, werden bereits entschiedene Maßnahmen zur Reduzierung von Angebotskomplexität ausgeweitet und auch auf Fahrzeugderivate angewendet: Beispielsweise wird trotz positiver Nachfrage kein Nachfolgemodell für die aktuelle Generation des BMW 3er Gran Turismo entwickelt werden.

Hohe Vorleistungen in volatilem Umfeld

Die BMW Group investiert auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen weiter umfassend in die Mobilität der Zukunft: Die Investitionen, im Wesentlichen in Sachanlagen, lagen 2018 mit 5.029 Mio. € um 7,3% über dem hohen Vorjahresniveau (Vj.: 4.688 Mio. €). Die Investitionsquote stieg damit auf 5,2% (Vj.: 4,8%). Die Investitionen dienten zur Vorbereitung etwa der Werke Spartanburg, Dingolfing und München für den Anlauf neuer Modelle sowie für den Werksaufbau in Mexiko. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen 2018 wie geplant deutlich über dem Vorjahreszeitraum und beliefen sich auf 6.890 Mio. € (Vj.: 6.108 Mio. € / +12,8%). Damit betrugen die F&E-Leistungen im vergangenen Jahr 7,1 Prozent vom Konzernumsatz (Vj.: 6,2%). Der Fokus liegt neben dem Hochlauf der Modelloffensive auf Zukunftsthemen wie dem autonomen Fahren und dem konsequenten Ausbau der Elektromobilität.

Pionier der E-Mobilität baut Angebot konsequent aus

Schon heute ist die BMW Group ein führender Anbieter von elektrifizierten Fahrzeugen und hat per Ende 2018 mehr als 350.000 Einheiten dieser Modelle (über 130.000 vollelektrische Fahrzeuge und mehr als 220.000 Plug-in-Hybride) an Kunden ausgeliefert. Anfang März wurden auf dem Genfer Automobilsalon die überarbeiteten und mit größerer elektrischer Reichweite ausgestatteten Plug-in-Hybrid-Versionen der BMW 3er, BMW 7er und BMW X5 Reihen sowie des neuen BMW X3 präsentiert. Insgesamt bringt die BMW Group bis Ende nächsten Jahres mehr als zehn neue oder mit der vierten Technologie-Generation („Gen 4“) überarbeitete Modelle auf den Markt.

Dazu gehören ab Ende 2019 auch der vollelektrische MINI Electric aus dem Werk Oxford sowie ab 2020 der BMW iX3, der im chinesischen Shenyang für den Weltmarkt gefertigt wird. Zusammen mit dem Elektro-Pionier BMW i3 sowie dem BMW i4 und dem BMW iNEXT wird das Unternehmen im Jahr 2021 über fünf voll elektrifizierte Modelle verfügen. Bis 2025 soll diese Zahl auf mindestens zwölf Modelle steigen. Zusammen mit dem wachsenden Angebot an Plug-in-Hybriden wird das Angebot dann mindestens 25 elektrifizierte Modelle umfassen.

Der neue BMW i3 und der neue BMW i3s. (08/2017)

Der BMW i3 und der BMW i3s. (Foto: BMW AG)

Grundlage für dieses Angebot sind hochflexible Fahrzeugarchitekturen und ein ebenso flexibles globales Produktionssystem. Künftig wird das Unternehmen in der Lage sein, Modelle mit vollelektrischen (BEV), teilelektrischen (PHEV) und konventionellen (ICE) Antrieben auf einer Linie zu fertigen. Diese Integration der E-Mobilität in das Produktionsnetzwerk ermöglicht es der BMW Group, noch flexibler auf die Nachfrage zu reagieren. 2018 hat das Unternehmen mehr als 140.000 elektrifizierte Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert. Bis Jahresende sollen insgesamt mehr als eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge der BMW Group auf den Straßen unterwegs sein.

Aktuell entwickelt die BMW Group die bereits fünfte Generation ihres E-Antriebs, in der das Zusammenspiel aus E-Motor, Getriebe, Leistungselektronik und dazugehöriger Batterie weiter optimiert ist. Durch die Integration von E‑Motor, Getriebe und Leistungselektronik werden zudem Kosten gespart. Ein weiterer Vorteil ist, dass der E-Motor ohne seltene Erden auskommt. Damit macht sich die BMW Group unabhängig von deren Verfügbarkeit. Die fünfte Generation des E-Antriebs wird erstmals 2020 im BMW iX3 verbaut werden.

Kooperation für nächste Generation des automatisierten Fahrens

Bei der Entwicklung des automatisierten Fahrens baut die BMW Group auf langfristige Partnerschaften, um die Industrialisierung der Technologie im Rahmen einer flexiblen, skalierbaren und nicht-exklusiven Plattform voranzutreiben. Bereits 2016 hat das Unternehmen für die Entwicklung zur Serienreife eine solche nicht-exklusive Plattform mit Technologie-, Zuliefer- und OEM-Partnern begründet und die Entwicklung inzwischen am Autonomous Driving Campus in Unterschleißheim erfolgreich gebündelt. Die aktuell entwickelte Technologiegeneration wird 2021 erstmals im BMW iNEXT mit Level 3 in die Serie gehen und für Pilotprojekte mit Level 4 befähigt sein.

Für die nächste Generation der Technologie bündelt die BMW Group ihre Kräfte mit der Daimler AG: Die beiden Unternehmen haben Ende Februar eine Absichtserklärung (MoU) unterzeichnet, um diese zentrale Technologie für die Mobilität in Zukunft gemeinsam weiterzuentwickeln. In einem ersten Schritt soll die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen sowie dem automatisierten Fahren auf Autobahnen und für automatisierte Parkfunktionen (jeweils bis hin zu SAE Level 4) in der nächsten Technologiegeneration vorangetrieben werden.

Die BMW Group und die Daimler AG betrachten diesen Ansatz als langfristige und strategische Kooperation und streben an, die nächste Technologiestufe bereits vor Mitte des nächsten Jahrzehnts in der Breite verfügbar zu machen. Durch die Zusammenführung der großen Kompetenzen der beiden Häuser wird die Innovationskraft gebündelt. Darüber hinaus wird die Entwicklung künftiger Technologiegenerationen beschleunigt und effizienter gestaltet. Die Entwicklung der aktuellen Generationen sowie dazu jeweils laufende Kooperationen beider Unternehmen sind hiervon unberührt und werden unverändert fortgeführt. Beide Parteien werden zudem weitere Partnerschaften mit Technologie-Unternehmen und Automobilherstellern prüfen, die zum Erfolg der Plattform beitragen können.

Hohe Investitionen in Joint Venture für Mobilitätsdienstleistungen

Auch im Feld der Mobilitätsdienstleistungen arbeiten die BMW Group und die Daimler AG zusammen und schaffen einen neuen globalen Player für nachhaltige urbane Mobilität. Die beiden Konzerne investieren mehr als eine Milliarde Euro, um die bestehenden Angebote in den Bereichen CarSharing, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität weiter auszubauen und eng miteinander zu verzahnen. Der Verbund umfasst die fünf Joint Ventures REACH NOW (Multimodal), CHARGE NOW (Charging), FREE NOW (Ride-Hailing), PARK NOW (Parking) und SHARE NOW (CarSharing).

Die Vision ist dabei klar: Die fünf Services verschmelzen immer mehr zu einem Mobilitätsangebot mit vollelektrischen und selbstfahrenden Flotten, die sich selbstständig aufladen und parken sowie mit anderen Verkehrsmitteln vernetzen lassen. Dieses Angebot wird ein zentraler Baustein in der Strategie der BMW Group als Mobilitätsanbieter. Die Kooperation stellt dabei den optimalen Ansatz dar, um in einem Wachstumsmarkt Chancen zu maximieren und gleichzeitig erforderliche Investitionen zu teilen.

„Mit der Strategie NUMBER ONE > NEXT treiben wir die ACES Themenfelder konsequent voran und bringen die Mobilität der Zukunft auf die Straße. Dabei folgen wir einem klaren Pfad: Bei Themen mit hohem Differenzierungspotential wie dem Elektroantrieb setzen wir voll und ganz auf unsere eigene hohe Entwicklungskompetenz – und wo hohe Skalierbarkeit wichtiger ist als Exklusivität, bauen wir auf Kooperationen mit starken Partnern“, sagte Krüger.

Herausfordernde Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2018

Im Kerngeschäft hatte die BMW Group stets mit einem anspruchsvollen Jahr 2018 gerechnet. Gegenüber 2017 war neben den zusätzlichen Vorleistungen für die Mobilität der Zukunft ein hoher dreistelliger Millionen-Euro-Betrag als Belastung aus Wechselkurseffekten und Rohstoffen erwartet worden. Wie am 25. September 2018 kommuniziert, wurde die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal durch mehrere Faktoren zusätzlich gedämpft: Die BMW Group hatte im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern frühzeitig die Anforderungen der WLTP-Regulatorik implementiert – jedoch führte die branchenweit erforderliche Umstellung in Europa zu erheblichen Angebotsverwerfungen und einer unerwartet hohen Wettbewerbsintensität, da zahlreiche Wettbewerbsmodelle ohne WLTP-Zertifizierung vor dem 1. September zugelassen wurden. Die BMW Group hat im Rahmen ihrer flexiblen Produktions- und Vertriebsstrategie darauf reagiert und ihre Volumenplanung mit Fokus auf Ergebnisqualität reduziert. Gleichzeitig führte ein höheres Volumen an Kulanz- und Gewährleistungsmaßnahmen zu einer deutlichen Erhöhung der entsprechenden Rückstellungen im Segment Automobile. Darüber hinaus sorgten die andauernden internationalen Handelskonflikte für eine sich verschärfende Marktsituation und Ungewissheit. Diese Umstände führten stärker als erwartet zu Verwerfungen in der Nachfrage und Belastungen im Preisumfeld auf mehreren Automobilmärkten.

Dennoch stiegen die Auslieferungen der drei Premium-Automobilmarken BMW, MINI und Rolls-Royce im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,1% auf die neue Bestmarke von 2.490.664 (Vj.: 2.463.526) Fahrzeuge. Der Konzernumsatz lag mit 97.480 Mio. € auf Vorjahresniveau (Vj.: 98.282 Mio. € / -0,8%). Währungsbereinigt stieg er um 1,2%. Bedingt durch die genannten Effekte im dritten Quartal sowie die hohen Vorleistungen für Forschung und Entwicklung belief sich das Ergebnis vor Finanzergebnis auf 9.121 Mio. € (Vj.: 9.899 Mio. € / -7,9%). Das Ergebnis vor Steuern lag 2018 mit 9.815 Mio. € (Vj.: 10.675 Mio. € / -8,1%) moderat unter Vorjahr, erreichte aber dennoch den zweithöchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Die Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) lag mit 10,1% (Vj.: 10,9%) über dem Zielwert von zehn Prozent.

Der Konzernüberschuss betrug 7.207 Mio. € (Vj.: 8.675 Mio. € / -16,9%). Im Vorjahr war der Überschuss aufgrund von Bewertungseffekten in Höhe von rund einer Milliarde Euro im Zusammenhang mit der US-Steuerreform außergewöhnlich hoch ausgefallen. Trotz des sehr herausfordernden Umfelds erzielte die BMW Group 2018 im Segment Automobile einen Free Cashflow von 2.713 Mio. € (Vj.: 4.459 Mio. €).

Auf Basis des Jahresabschlusses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 16. Mai eine Dividende von 3,50 Euro je Stammaktie und 3,52 Euro je Vorzugsaktie vor – die zweithöchste Dividende in der Geschichte des Unternehmens. Die Dividendensumme entspricht 2,3 Milliarden Euro und damit 32,0 (Vj.: 30,33) Prozent des Jahresüberschusses. „Das Vertrauen unserer Investoren hat für uns hohe Bedeutung“, sagte Peter. „Das gilt besonders in Zeiten, in denen Transformation und Volatilität die gesamte Branche vor Herausforderungen von ganz neuer Qualität stellt.“

Segment Automobile volatilen Rahmenbedingungen ausgesetzt

Im Segment Automobile lag der Umsatz 2018 mit 85.846 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (Vj.: 85.742 Mio. € / +0,1%). Beeinflusst durch die genannten Faktoren sowie die hohen Vorleistungen für Forschung und Entwicklung betrug das EBIT 6.182 Mio. € (Vj.: 7.888 Mio. € / -21,6%). Die EBIT – Marge lag angesichts der Vielzahl an belastenden Faktoren bei 7,2% (Vj.: 9,2%). Das Ergebnis vor Steuern erreichte 6.977 Mio. € (Vj.: 8.717 Mio. € / ‑20,0%).

Im Jahr 2018 lieferte die Marke BMW weltweit 2.125.026 (Vj.: 2.088.283 / +1,8%) Fahrzeuge an Kunden aus. Neben der BMW 5er Reihe (382.753 Einheiten / +10,2%) profitierte vor allem die BMW X Familie von einer hohen Nachfrage: Weltweit übertraf der Absatz mit 792.605 X Fahrzeugen das Vorjahr deutlich um 12,1%. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete der BMW X3, der um mehr als ein Drittel auf 201.637 Einheiten stieg (+37,7%).

Der MINI Absatz belief sich vergangenes Jahr auf weltweit 361.531 Fahrzeugauslieferungen (Vj.: 371.388 / -2,8%). Ein zweistelliges Wachstum verzeichnete der MINI Countryman mit 99.750 Einheiten (+17,5%). Dabei war fast jeder siebte MINI Countryman ein Plug-in-Hybrid (Anteil 13,3%).

Rolls-Royce Motor Cars markierte 2018 mit weltweit 4.107 Auslieferungen sein bestes Jahr in der über 100-jährigen Geschichte (2017: 3.362 Automobile / +22,2%). Dazu trugen vor allem der Rolls-Royce Phantom und der seit November 2018 für Kunden verfügbare neue Rolls-Royce Cullinan bei.

Während die Auslieferungen der BMW Group in Europa auf dem hohen Vorjahresniveau lagen (1.098.523 / -0,3%), verzeichneten die Regionen Amerika (457.715 / +1,5%) und Asien (876.614 / +3,3%) leichte Zuwächse. In China zog das Absatzwachstum mit dem Hochlauf der lokalen Produktion des neuen BMW X3 in der zweiten Jahreshälfte deutlich an, so dass auf Jahressicht 640.803 Einheiten an Kunden übergeben wurden (+7,7%).

Segment Motorräder überarbeitet Modellpalette

BMW Motorrad hat seine Modellpalette 2018 massiv überarbeitet und neun neue Modelle eingeführt. Die mit der Anlaufsituation verbundenen Anpassungen in der Produktion beeinträchtigten im ersten Halbjahr die Auslieferungen. Auf Jahressicht wurden 165.566 (Vj.: 164.153 / +0,9%) BMW Motorräder und Maxi-Scooter an Kunden übergeben.

Der Umsatz erreichte 2.173 Mio. € (Vj.: 2.272 Mio. € / -4,4%). Das Ergebnis vor Finanzergebnis betrug 175 Mio. € (Vj.: 207 Mio. € / -15,5%). Die EBIT-Marge im Segment lag bei 8,1% (Vj.: 9,1%). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 169 Mio. € (Vj.: 205 Mio. € / -17,6%).

Segment Finanzdienstleistungen steigert Vertragsbestand

Das Segment Finanzdienstleistungen konnte seine positive Geschäftsentwicklung fortsetzen. 2018 wurden 1.908.640 (Vj.: 1.828.604 / +4,4%) Neuverträge mit Kunden abgeschlossen. Der Vertragsbestand mit Endkunden lag zum 31. Dezember bei 5.708.032 Verträgen (31. Dezember 2017: 5.380.785 Verträge / +6,1%). Der Segmentumsatz belief sich auf 28.165 Mio. € (Vj.: 27.567 Mio. € / +2,2%). Das Ergebnis vor Steuern erreichte 2.161 Mio. € (Vj.: 2.207 Mio. € / -2,1%).

Zahl der Mitarbeiter leicht gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter der BMW Group stieg zum 31. Dezember auf 134.682 und lag damit um 3,7% höher als Ende 2017. Das Unternehmen stellt unverändert Fachkräfte und IT-Spezialisten für zukunftsorientierte Themenfelder wie Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektromobilität ein.

BMW Group erwartet für 2019 Fortsetzung des Absatzwachstums

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr 2019 geht die BMW Group davon aus, dass sie angesichts der anhaltenden Modelloffensive ihren Absatz erneut steigern kann und strebt dabei ein leichtes Absatzplus an. Rückenwind erwartet das Unternehmen durch neue Modelle wie den BMW X7 und die siebte Generation der BMW 3er Reihe. Im ersten Halbjahr dürfte der Modellwechsel bei der BMW 3er Reihe das Wachstum derweil noch dämpfen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung am 16. Mai 2019 Frau Susanne Klatten, Unternehmerin, und Herrn Stefan Quandt, Unternehmer, zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat vorschlagen.

Zudem wird der Aufsichtsrat Herrn Dr. Vishal Sikka, Gründer und CEO von Vian Systems sowie ehemaliges Mitglied des Vorstands der SAP SE, zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen. Das Mandat von Herrn Franz Haniel, Unternehmer, läuft zum Ende der anstehenden Hauptversammlung nach 15 Jahren als Mitglied des Aufsichtsrats aus. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Haniel für die langjährige wertvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit.


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