Ingolstädter Audianer zu Gast in Schloss Bellevue

10.9.2018. Ein Dankeschön vom Bundespräsidenten: Als Anerkennung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement hat Frank-Walter Steinmeier am Freitag den Ingolstädter Audianer Karsten Freischem beim Bürgerfest im Schlosspark von Bellevue empfangen.

Freischem war Teil einer Delegation von Mitarbeitern des Volkswagen Konzerns, die für ihren gesellschaftlichen Einsatz geehrt wurden. Sie gehörten zu rund 5.000 Gästen aus ganz Deutschland, die der Bundespräsident zum Auftakt des Bürgerfestes an seinen Berliner Dienstsitz eingeladen hatte.

Karsten Freischem arbeitet als Leiter im Bereich Produktdatenmanagement in der Technischen Entwicklung bei Audi in Ingolstadt. Der 45-Jährige ist schon seit seiner Jugend in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv; ursprünglich in seiner Heimat in Greven in Westfalen, seit seinem Wechsel zu Audi 2008 in Schelldorf bei Kipfenberg. Dort setzte er sich in den vergangenen Jahren besonders für die Aus- und Weiterbildung des Feuerwehr-Nachwuchses ein.

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Als Erster Vorsitzender des Vereins „Freunde und Förderer der International Prader-Willi-Syndrome Organisation“ engagiert sich Freischem außerdem für Menschen mit einem seltenen Gendefekt, der mit körperlichen, stoffwechselbezogenen und kognitiven Symptomen einhergeht. „Die erkrankten Menschen und deren Schicksale lassen mich nicht mehr los“, sagt Freischem. „Eine frühe Diagnose und ein geregelter Tagesablauf mit klaren Strukturen sind für die Betroffenen besonders wichtig. Dafür kämpfen wir mit unserem Verein.“

Aufmerksam wurde Freischem auf das Prader-Willi-Syndrom über sein Engagement beim Freiwilligentag von Audi bei der Regens Wagner Einrichtung in Absberg im Jahr 2014. Dort leben unter anderem Menschen mit dieser Erkrankung.

Im Rahmen der Initiative „Audi Ehrensache“, mit der das Unternehmen das freiwillige Engagement von Mitarbeitern fördert, motivierte er seitdem auch zahlreiche Audi-Kollegen zur Mithilfe: Gemeinsam bauten sie im Lauf der Jahre verschiedene Gehege für Therapie-Tiere und halfen bei der Renovierung der Anlage. „Wir konnten das Leben der Bewohner etwas bunter gestalten – umgekehrt haben sie auch viel Farbe in unseres gebracht“, sagt Freischem.