Le-Mans-Doppelsieger Porsche reist als Tabellenführer nach Silverstone

17.8.2018. Der dritte Saisonlauf der FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC findet am 19. August in Silverstone statt. Das Porsche GT Team reist nach dem Doppelsieg in Le Mans als Tabellenführer der Fahrer- und Herstellerwertung in der Klasse GTE-Pro nach England.

Sechs Porsche 911 RSR, zwei in der Klasse GTE-Pro und vier in der GTE-Am, treten auf der 5,901 Kilometer langen Traditionsstrecke in den englischen Midlands an.

Das Rennen

2017 feierte in Silverstone die neueste Generation des Porsche 911 RSR ihr WEC-Debüt. Auf der englischen Strecke schafften die Porsche-Werksfahrer Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) gleich im ersten Lauf den Sprung aufs Podium. Die Vizeweltmeister aus 2017 beendeten das Rennen in Großbritannien als Dritte. 1950 fand in Silverstone das erste Formel-1-Rennen der neueren Grand-Prix-Geschichte statt. Auf dem Areal des ehemaligen Militärflughafens reihen sich legendäre Kurven wie Becketts, Copse und Stowe aneinander.

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Die Fahrer des Porsche GT Teams

Mit der Startnummer 91 gehen Richard Lietz und Gianmaria Bruni in das Sechsstundenrennen. Der Italiener Bruni gewann 2012 und 2015 den WEC-Lauf in Silverstone, Lietz überquerte 2014 als Erster die Ziellinie. Den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 92 teilen sich die Le-Mans-Champions Kévin Estre aus Frankreich und Michael Christensen aus Dänemark. Nach dem Sieg beim härtesten Langstreckenrennen der Welt führen beide Piloten die Fahrerwertung in der Klasse GTE-Pro an. Porsche liegt aktuell auf dem ersten Rang im Herstellerklassement.

Die Kundenteams

Drei Kundenteams setzen vier weitere 911 RSR in der Kategorie GTE-Am ein. Porsche-Junior Julien Andlauer (Frankreich), Christian Ried aus Schöneburg und Porsche Young Professional Matt Campbell (Australien) starten mit der Nummer 77. Das Trio von Dempsey Proton Racing reist nach dem Klassensieg in Le Mans als Spitzenreiter in der Fahrer- und Teamwertung an. Im Schwesterauto treten Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien), Khaled Al Qubaisi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Italiener Giorgio Roda an. Die Fahrer der Startnummer 88 holten in Le Mans die beste Startposition aller Teams in der Klasse GTE-Am. Für Project 1 pilotieren Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), der Amerikaner Patrick Lindsey und Egidio Perfetti (Norwegen) den 911 RSR. Die beiden Briten Michael Wainwright und Ben Barker wechseln sich mit Alex Davison aus Australien im Neunelfer des britischen Kundenteams Gulf Racing ab.

Der Porsche 911 RSR

Der Porsche 911 RSR feierte 2017 in Silverstone sein Debüt in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. In diesem Jahr belegte der Rennwagen aus Weissach in Le Mans die ersten beiden Plätze in der Kategorie GTE-Pro und holte den Klassensieg in der GTE-Am. Der wassergekühlte Vierliter-Boxermotor basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. In Le Mans gingen die Startnummern 91 und 92 in historischen Sonderdesigns an den Start. Beim Lauf in Silverstone wird das Porsche GT Team wieder im Werksdesign mit den Grundfarben Weiß, Rot und Schwarz antreten.

Porsche 911 RSR

Porsche 911 RSR, IMSA WeatherTech SportsCar Championship, Long Beach, 2018, Porsche AG

Die Zeiten

Der sechs Stunden dauernde Lauf in Silverstone beginnt am Sonntag, 19. August 2018, um 12:00 Uhr Ortszeit.

Das Rennen im TV und Internet

Der dritte Saisonlauf ist als kostenloser Livestream von 12:30 bis 19:30 Uhr auf www.sport1.de zu sehen. Sport 1 sendet das Rennen zudem zwischen 14:30 und 14:45 Uhr sowie 15:45 bis 19:15 Uhr im Free-TV. Auf dem kostenpflichtigen Sender Sport 1 Plus wird das Rennen ab 13:30 übertragen. Eurosport 1 zeigt den Lauf zwischen 18:15 und 19:10 Uhr im Free-TV. Darüber hinaus ist das gesamte Rennen im kostenpflichtigen Eurosport Player zu sehen. Der Pay-TV-Sender Motorsport.TV zeigt das Sechsstundenrennen von 12:45 bis 19:15 Uhr. Die FIA WEC App bietet gegen Gebühr das komplette Rennen als Livestream plus aktueller Zeitnahme.

Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Nach dem engen Fight in Le Mans sind wir bereit für die nächste Herausforderung. Unser Ziel ist es, die Tabellenführungen zu behalten. Silverstone hat eine große Tradition und ist für alle Fahrer und Motorsport-Enthusiasten ein ganz besonderer Ort. Die Konkurrenz ist groß, doch wir sind perfekt vorbereitet. Der Porsche 911 RSR hat in Le Mans erneut bewiesen, dass er große Belastungen optimal annimmt und zuverlässig ist.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Durch das hohe Griplevel in Silverstone werden besondere Anforderungen an die Abstimmung des 911 RSR gestellt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Nur wer das richtige Setup wählt, kann um den Sieg mitfahren. Wir waren in Spa bis zum Schluss vorn mit dabei und haben in Le Mans einen Doppelsieg eingefahren – so soll es in Silverstone weitergehen.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC

In der seit 2012 ausgetragenen Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) nehmen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen teil: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie treten gemeinsam in einem Rennen an, die Wertung erfolgt getrennt. Das Porsche-Werksteam startet in der Klasse GTE-Pro, während die Kundenteams Dempsey Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing in der Kategorie GTE-Am um Siege kämpfen.

911 RSR

911 RSR, IMSA WeatherTech SportsCar Championship, Bowmanville, Rennen, 2018, Porsche AG