Porsche 911 GT3 R startet in Südafrika von der Pole-Position

22.11.2019 Stuttgart. Der Porsche 911 GT3 R des Frikadelli Racing Teams wird das Neunstundenrennen in Kyalami (Südafrika) von der Pole-Position aufnehmen.

Nick Tandy (Großbritannien) fuhr im entscheidenden Shootout in der Startnummer 31 auf dem 4,522 Kilometer langen Kurs in 1:52.825 Minuten bei Nässe die schnellste Runde. Die baugleichen, über 500 PS starken Fahrzeuge von GPX Racing (Nummer 20) und Dinamic Motorsport (Startnummer 12) werden von den Positionen vier und fünf in den finalen Lauf der Intercontinental GT Challenge 2019 starten.

Werksfahrer Tandy sorgte in der Entscheidung um die besten Startplätze für ein regelrechtes Spektakel. Der Brite, der bei nassen Bedingungen im dritten Qualifyingabschnitt in der siebten Kurve in die Barrieren gerutscht war, konnte das Auto des Teams aus der Eifel nach schneller Reparatur in die Top 10 und somit in das Pole Shootout bringen. In der finalen Zeitenjagd stellte Tandy schließlich alle Konkurrenten in den Schatten. Im Rennen teilt sich der Le-Mans-Gesamtsieger von 2015 das Auto mit den Porsche Young Professionals Dennis Olsen (Norwegen) und Mathieu Jaminet (Frankreich).

Der Porsche 911 GT3 R von GPX Racing in legendären Gulf-Farben hat von Startplatz vier gute Chancen auf ein Topresultat. Richard Lietz qualifizierte das Auto des Siegerteams der 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2019 für die zweite Startreihe. Im Rennen wechselt sich der Österreicher mit den Sportwagen-Weltmeistern Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) ab. Matt Campbell brachte den von Dinamic Motorsport eingesetzten 911 GT3 R, der auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen Porsche 911 GT3 RS* basiert, auf nasser Strecke auf Position fünf. Die Startnummer 12 teilt sich der Porsche Young Professional aus Australien mit den IMSA-Champions Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien).

Der Porsche 911 GT3 R des KÜS Team 75 Bernhard (Startnummer 911) wird von Rang zwölf in das finale Rennen der Intercontinental GT Challenge 2019 starten. Romain Dumas (Frankreich) hatte im ersten Qualifyingdurchgang im dichten Verkehr mit insgesamt 28 Fahrzeugen aus fünf Klassen viel Zeit eingebüßt. Seine deutschen Werksfahrerkollegen Sven Müller (Bingen) und Dirk Werner (Würzburg) fuhren das über 500 PS starke GT3-Fahrzeug anschließend noch um fünf Positionen nach vorn, für den Einzug in das Pole Shootout reichte es jedoch nicht mehr.

Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) wird gemeinsam mit seinen Teamkollegen Dylan Pereira (Luxemburg) und Saul Hack (Südafrika) vom zweiten Startplatz der Silver-Wertung starten. Das Trio im 911 GT3 R des Teams Lechner Racing (Nummer 9) erreichte im Qualifying den 18. Gesamtrang. Das südafrikanische Kundenteam Perfect Circle qualifizierte sich in der Zeitenjagd für Startplatz 28.

Das “Kyalami 9 Hour“ startet am Samstag, 23. November um 13:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr MEZ). Porsche hat im finalen Saisonlauf noch rechnerische Chancen auf den Gewinn des Herstellertitels. Die Bathurst-Sieger Campbell, Werner und Olsen haben die Möglichkeit auf einen Triumph in der Fahrermeisterschaft.

Stimmen zum Qualifying

Sebastian Golz (Projektleiter 911 GT3 R): „Das war Nick Tandy wie wir ihn kennen und seit vielen Jahren schätzen. Im dritten Qualifyingdurchgang geht er etwas über die Grenzen der Haftung hinaus und landet in den Barrieren. Danach fährt er das Auto nicht nur in das Pole Shootout, sondern völlig unbeeindruckt sogar noch auf Platz eins. Wir haben drei Porsche 911 GT3 R in den Top 5. Das verspricht beste Chancen auf ein erfolgreiches Rennen am Samstag.“

Nick Tandy (Porsche 911 GT3 R #31): „Das war nicht mein Erfolg allein, sondern das Ergebnis einer großartigen Teamleistung. Die Mechaniker haben das Auto nach meinem kleinen Ausflug neben die Strecke schnell repariert und das Setup optimal angepasst. Meine Fahrerkollegen hatten zuvor unseren Porsche 911 GT3 R gemeinsam mit mir überhaupt erst in das Shootout gebracht. Das alles hat dazu beigetragen, dass wir nun vorne stehen. Ganz ehrlich: Die Pole einzufahren war die beste Wiedergutmachung, die ich für meinen kleinen Crash bieten konnte.“

Richard Lietz (Porsche 911 GT3 R #20): „Gratulation an Nick für seine tolle Runde. Wir haben an unserem Auto im Qualifying noch etwas für das Rennen ausprobiert und dabei sehr viel gelernt, das uns am Samstag helfen wird. Der Grip war im Shootout alles andere als gut. Vor diesem Hintergrund bin ich froh, dass es Platz vier und somit eine Position in der zweiten Startreihe geworden ist. Wir haben eine gute Ausgangsposition für den Lauf über neun Stunden.“

Matt Campbell (Porsche 911 GT3 R #12): „Wir lagen beim Reifendruck nicht genau im Fenster, daher war nicht mehr drin als Platz fünf. Trotz mangelndem Grip hatte ich viel Spaß auf nasser Strecke. Es war gut, sich unter diesen Bedingungen schon einmal an die Grenzen zu tasten. Im Rennen soll es weiteren Regen geben. Da ist es wertvoll, wenn man bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt hat. Ich rechne uns von Startplatz fünf gute Chancen aus.“

Romain Dumas (Porsche 911 GT3 R #911): „Für mich war das Qualifying alles andere als einfach. Einzig in meiner ersten schnellen Runde konnte ich sauber fahren, anschließend ging nichts mehr. Ich steckte mitten in einem großen Pulk von Fahrzeugen, hatte erhebliches Untersteuern und konnte deshalb nicht mehr zulegen. Meine Teamkollegen haben unser Auto zwar noch etwas weiter nach vorn gebracht, aber die Top 10 waren nicht mehr drin – schade.“

Lars Kern (Porsche 911 GT3 R #9): „Unser Team startet erstmals mit dem Porsche 911 GT3 R in ein Langstreckenrennen. Es galt, im Qualifying sauber zu fahren und möglichst viel zu lernen. Das ist uns gelungen. Wir sind im Verlauf des Events immer schneller geworden. Ich freue mich auf ein spannendes Rennen.“

Ergebnis Qualifying

01. Olsen/Jaminet/Tandy (N/F/GB), Porsche 911 GT3 R
02. Winkelhock/Haase/Mies (D/D/D), Audi R8 LMS GT3
03. Marciello/Buhk/Engel (I/D/D), Mercedes-AMG GT3
04. Lietz/Christensen/Estre (A/DK/F), Porsche 911 GT3 R
05. Vanthoor/Bamber/Campbell (B/NZ/AUS), Porsche 911 GT3 R
12. Dumas/Müller/Werner (F/D/D), Porsche 911 GT3 R
18. Hack/Kern/Pereira (ZA/D/LUX), Porsche 911 GT3 R
28. Bezuidenhout/Scribante/Scribante (ZA/ZA/ZA), Porsche 911 GT3 R (997)

Alle Ergebnisse unter: http://www.intercontinentalgtchallenge.com/

Das ist die Intercontinental GT Challenge

Die Intercontinental GT Challenge 2019 umfasst fünf Langstreckenrennen auf fünf Kontinenten. Während die Teams beim Auftakt in Bathurst (Australien) nur GT3-Autos der Vorjahres-Spezifikation ins Rennen schicken durften, sind bei den Läufen in Laguna Seca (USA), Spa-Francorchamps (Belgien), Suzuka (Japan) und beim Saisonfinale in Kyalami (Südafrika) die neuesten Ausbaustufen erlaubt. Porsche ist in der weltweit ausgetragenen Rennserie für GT3-Fahrzeuge nicht mit einer fixen Werksmannschaft am Start, sondern unterstützt wechselnde Teams bei ihren Einsätzen.

* 911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,8 l/100 km; CO2-Emission 291 g/km

Porsche 911 GT3 R, Frikadelli Racing Team (31), Dennis Olsen (N), Mathieu Jaminet (F), Nick Tandy (GB) (Foto: Porsche AG)


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