Porsche erhöht Investitionen in Start-ups um 150 Millionen Euro

26.9.20418. Türöffner für neue Technologien: Porsche erhöht seine Investitionssumme für Venture Capital-Aktivitäten um 150 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre. Ziel von „Porsche Ventures“ ist es, sich den Zugang zu Trends, neuen Technologien und Geschäftsmodellen zu sichern.

Die angestrebten Beteiligungen von Porsche Ventures bauen unter anderem auf den bereits bestehenden Start-up-Investment-Aktivitäten des Unternehmens auf.

Porsche konzentriert sich auf Investitionen in Geschäftsmodelle rund um das Kundenerlebnis, Mobilität und digitale Lifestyle-Themen; zudem gehören Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchain sowie Virtual und Augmented Reality zu den Suchfeldern. Der Sportwagenhersteller strebt mit seinen Venture Capital-Aktivitäten Investitionen in junge Unternehmen an, die sich in der Früh- und Wachstumsphase befinden.

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Meschke: „Müssen uns grundlegend verändern“

„Wenn wir auch zukünftig an unseren Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen wollen, dann müssen wir uns grundlegend verändern. Porsche zählt schon immer zu den Innovationstreibern der Automobilindustrie. Die Innovationen waren bisher sehr stark von Technik getrieben und nahe an unseren Kernkompetenzen. Die Veränderungen, die nun notwendig sind, sind teilweise weiter von den heutigen Kernkompetenzen entfernt. Deshalb müssen wir uns ein starkes Ökosystem mit kompetenten Partnern aufbauen“, sagt Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Finanzen und IT der Porsche AG.

Die Minderheitsbeteiligung am Berliner Start-up Gapless ist die jüngste Investition von Porsche Ventures. Das junge Unternehmen ermöglicht es Kunden, ihre Oldtimer-Fahrzeuge inklusive der gesamten Historie digital zu verwalten und die Fahrzeughistorie fälschungssicher mit anderen Nutzern zu teilen. Dafür entwickelt das Start-up eine Lösung auf Basis der Blockchain-Technologie und hat das Ziel, so den Wert von Sammlerstücken zu erhalten oder zu steigern. Gapless befindet sich aktuell in der Gründungsphase und beschäftigt neun Mitarbeiter.

Darüber hinaus hat Porsche Ventures jüngst in das stark wachsende Technologie-Unternehmen WayRay investiert. Das Start-up aus Zürich entwickelt und produziert holographische Augmented Reality Head-up Display-Technologien und arbeitet daran, virtuelle Objekte nahtlos in das Fahrerlebnis zu integrieren. Porsche ist in der aktuellen Finanzierungsrunde (Serie C) als strategischer Lead-Investor bei WayRay eingestiegen. Die Gesamtsumme der Finanzierungsrunde betrug 80 Millionen US-Dollar (69 Millionen Euro). Außerdem hält der Stuttgarter Sportwagenhersteller als strategischer Investor Anteile an den Start-ups Anagog, Miles, home-iX sowie der Technologie- und Sportwagenfirma Rimac.

Beteiligung an Venture Capital Fonds

Neben den Direktinvestitionen ist Porsche an ausgewählten Venture Capital Fonds wie Eventures in Europa und den USA sowie an den Fonds Magma und Grove in Israel beteiligt. Ebenso ist das Unternehmen Teil der Innovationsplattform „Startup Autobahn“. Im März 2018 initiierte Porsche Digital gemeinsam mit Axel Springer in einem Joint Venture zudem das Start-up Accelerator-Programm APX.

Das Engagement von Porsche auf der Suche nach passenden Partnern geht jedoch über die Start-up-Phase hinaus: Der Sportwagenhersteller beteiligt sich zusätzlich zu Porsche Ventures auch an etablierten Unternehmen, die sich mit zukunftsweisenden Technologien im Mobilitätsumfeld bewegen.

Holographische Augmented Reality Head-up-Display-Technologie, WayRay, 2018, Porsche AG 911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,8 l/100 km; CO2-Emission 291 g/km

Holographische Augmented Reality Head-up-Display-Technologie, WayRay, 2018, Porsche AG
911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,8 l/100 km; CO2-Emission 291 g/km