Porsche ist fit für die Zukunft

28.9.2018 Stuttgart. In Zuffenhausen schlägt das Herz von Porsche: 1938 bezieht das Unternehmen das markante Backsteingebäude des Werks 1. Der Standort ist die Heimat von legendären Sportwagen wie 356, 911, 959 und dem 918 Spyder.

Ab 2019 produziert das Stammwerk zusätzlich zu den Modellen 911 und 718 den ersten rein elektrisch angetriebenen Sportwagen von Porsche. Allein für den Taycan investiert das Unternehmen in Zuffenhausen 700 Millionen Euro und schafft dort mehr als 1.200 Arbeitsplätze.

Die aktuellen Bauarbeiten sind die bisher umfangreichsten in der Werksgeschichte. Eine neue Lackiererei und eine Montagehalle werden 2019 fertiggestellt sein. Das bestehende Motorenwerk wird für die Herstellung von Elektroantrieben ausgebaut und der Karosseriebau erweitert. Eine zweite Förderbrücke über der Schwieberdinger Straße für den Transport der lackierten Karosserien und der Antriebseinheiten ist bereits mit der Fördertechnik ausgestattet.

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Insgesamt investiert Porsche bis 2022 mehr als sechs Milliarden Euro in Elektromobilität. Die Maßnahmen sind Teil der Transformation des Sportwagenherstellers: Das Unternehmen will schneller auf Elektromobilität umsteigen als andere deutsche Hersteller. Im Jahr 2025 soll jeder zweite verkaufte Porsche einen Elektroantrieb haben.

Der Stammsitz ist für Marke, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Fans ein wichtiger Teil der Porsche-DNA – sogar die Ortsbeschreibung „Zuffenhausen near Stuttgart“ ist insbesondere von Auslandsbesuchern nicht selten zu hören. Der Grundstein dafür wird bereits 1938 gelegt.

Damals bezieht das aufstrebende Konstruktionsbüro mit dem Namen Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG das markante Backsteingebäude des heute genannten Werk 1. 1948 bringt Porsche seinen ersten Sportwagen auf den Markt, den Typ 356, der ab 1950 in Stuttgart produziert wird.

Das Unternehmen expandiert kontinuierlich. Die Produktionsstätten in Zuffenhausen sind in den vergangenen acht Jahrzehnten immer wieder modernisiert, umgebaut und erweitert worden.

Zu den wichtigen Schritten in der Vergangenheit gehören: 1952 die vom Stuttgarter Architekten Rolf Gutbrod entworfene Montagehalle des Werk 2, 1964 die Übernahme des Karosseriewerks Reutter, 1988 ein Karosseriewerk mit hochflexibler Fertigung und die erste Förderbrücke über der Schwieberdinger Straße, 2011 eine Lackiererei und 2015 das neue Ausbildungszentrum.

Die Bedeutung zeigt auch eine städtebauliche Entscheidung: „Porscheplatz“ heißt seit Juli 1998 offiziell der Bereich, wo Schwieberdinger Straße und Strohgäustraße sich treffen. An diesem neuen Fixpunkt wird im Oktober 2000 das Porsche Zentrum Stuttgart seiner Bestimmung übergeben.

Ende Januar 2009 wird direkt gegenüber das neue Porsche Museum in einem Gebäude von herausragender Architektur eröffnet. Fast 450.000 Menschen aus aller Welt besuchen es pro Jahr. Seit August 2015 steht auf dem Porscheplatz die Skulptur „Inspiration 911“ des englischen Bildhauers Gerry Judah mit drei weißen Porsche 911 in 24 Meter Höhe.

Macan

Macan, 2018, Porsche AG