Porsche Top 5: Best air-cooled models

8.3.2018. Sportwagenfans kommen auch in der vierten Episode der YouTube-Serie „Porsche Top 5“ auf ihre Kosten: Werksfahrer Patrick Long präsentiert fünf luftgekühlte Motoren mit besonderer historischer Bedeutung für Porsche.

Patrick Long hat das Szene-Treffen „Luftgekühlt“ ins Leben gerufen. Eine lockere Zusammenkunft mitten in Los Angeles, deren Name Programm ist: luftgekühlte, historische Modelle bilden die Kulisse. In der aktuellsten Ausgabe der YouTube-Top-5-Serie stellt er die „Top 5“ der luftgekühlten Sportwagen von Porsche vor.

Los geht es mit einem 356 B GS Carrera GT. Der 356 präsentierte sich 1960 mit innovativer Technik. Die beweglichen Karosserieteile aus Aluminium sind ein Beispiel. Wegweisend sind auch die Sicherheitslenkung mit hydraulischem Dämpfer und die optimierte Bremskühlung. Ebenfalls neu waren die verschiedenen Getriebeübersetzungen. Den Zusatznamen „Carrera” erhielten von 1955 an alle Fahrzeuge mit Rennmotor.

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Mit dem 804 Formel 1 Rennwagen zollt Long einem der ganz Großen des Motorsports Tribut: dem kürzlich verstorbenen Dan Gurney. Gurney und Porsche stellten mit dem 804 Formel 1 unter Beweis, dass ein Sieg in der Formel 1 keine Utopie war. 1962 gewinnt er den „Grand Prix von Frankreich“ in Rouen in einem Porsche 804 mit 8-Zylinder Motor. Bereits eine Woche darauf triumphiert Gurney auf der Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart mit einem Start-Ziel-Sieg, sodass der luftgekühlte Porsche Typ 804 vor heimischem Publikum mit Teamkollege Joakim Bonnier auf Rang 2 einen Doppelsieg erzielte.

Die Nummer 3 des Rankings markiert das letzte Kapitel der „Luftgekühlt-Ära“: der Porsche 993 Turbo S 3.6. Sein Heckspoiler sticht hervor – seine Leistung ragt heraus: Mit 450 PS gelang der Sprint von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 4,5 Sekunden.

Patrick Long

Patrick Long, Werksfahrer, 908/3 Spyder, 993 Turbo S 3.6., 917 LH (Langheck), 356 B GS Carrera GT, 804 Formel 1 Rennwagen, 2018, Porsche AG

Platz 2 ist ein wichtiger Meilenstein für das Unterfangen Motorsport bei Porsche. Der 8-Zylinder Boxermotor des Porsche 908/3 Spyder ist das Resultat etlicher Rundstreckentests. Mit einem Gewicht von 545 Kilogramm demonstrierte der Spyder die extreme Form des Leichtbaus. Die Karosserie aus schaumverstärktem Kunststoff macht daran nur ganze zwölf Kilogramm aus. Wegen der besseren Gewichtsverteilung rückten Fahrer und Motor nach vorn. Vom Werksteam wurde der 908/3 Spyder nur viermal eingesetzt und war dabei dreimal siegreich, mit Jo Siffert und Brian Redman auch bei seiner Premiere 1970 bei der Targa Florio auf Sizilien.

Die Nummer 1 stammt aus einer Zeit, in der Patrick Long vermutlich gerne schon aktiver Rennfahrer gewesen wäre. Der Porsche 917 Langheck beeindruckt nicht nur durch seine unverwechselbare Silhouette, sondern auch mit seinem 4,9-Liter 600 PS starken Boxermotor – natürlich luftgekühlt. Noch nie zuvor war jemand so schnell in Le Mans unterwegs gewesen wie Kurt Ahrens im 917 Langheck. Am 11. Juni 1970 fuhr er Trainingsbestzeit und legte die Basis für den ersten Le Mans-Gesamtsieg von Porsche.

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