Tag der Menschen mit Behinderung: Daimler setzt auf Vielfalt und Inklusion

30.11.2018 Stuttgart. Jonas Hoffmann absolviert seit September eine Ausbildung als Konstruktionsmechaniker bei Daimler im Mercedes-Benz Werk in Düsseldorf. Der 23-Jährige ist körperlich eingeschränkt und von Kindheit an gehörlos:

„Die Ausbildung macht mir wirklich Spaß, ich habe mich von Anfang an im Team sehr wohl gefühlt, wir tauschen uns aus und unterstützen uns gegenseitig. Vom ersten Tag an war ich voll integriert. Ich möchte später auf jeden Fall noch die Meisterausbildung machen.“

Daimler setzt ganz bewusst auf vielfältige Teams. Insgesamt arbeiten bei Daimler in Deutschland mehr als 9.800 schwerbehinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, damit übertrifft das Unternehmen die gesetzliche Quote von fünf Prozent deutlich. Wilfried Porth, Vorstand für Personal und Arbeitsdirektor & Mercedes-Benz Vans der Daimler AG: „Wir sind überzeugt, dass Vielfalt zu besseren Ergebnissen führt. Unser Ziel ist, alle Mitarbeiter so einzusetzen, dass sie ihre Stärken optimal in ihre Arbeit einbringen können. Dass Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Talenten und Perspektiven miteinander arbeiten, ist bei Daimler gelebter Alltag und Normalität. Als global agierendes Unternehmen ist es für uns eine Verpflichtung, Vielfalt zu fördern und zu fordern.“

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Alfons Adam, Konzern- und Gesamtvertrauensperson für schwerbehinderte Menschen: „Unterschiedliche Mitarbeiter bringen neue Ideen und ihre individuellen Fährigkeiten ein und sind so ein großer Gewinn für das Unternehmen. Es freut mich, dass die Themen Barrierefreiheit und Inklusion im Unternehmen immer weiter in den Mittelpunkt rücken.“

Daimler fördert bereits während der Schulzeit Nachwuchskräfte mit Handicap und vermittelt zahlreiche Praktikumseinsätze. Darüber hinaus konnten seit 2010 über 250 junge Menschen mit einer Lernbeeinträchtigung zum Beispiel eine Ausbildung zum Metallwerker machen. Alle wurden nach ihrem erfolgreichen Abschluss übernommen.

Beschäftigte mit körperlichen Beeinträchtigungen werden im Berufsalltag unterstützt. So gibt es im Mercedes-Benz Werk Bremen das Projekt „Warenkörbe Supermarkt“. Hier wurde der Kommissionierungsprozess so umgestaltet, dass er Mitarbeitern mit Behinderung besonders einfaches Arbeiten ermöglicht: Bei der Bereitstellung von Waren werden leicht zu schiebende Wagen eingesetzt, alle Regale sind in optimaler Höhe angebracht und es wird automatisiert angezeigt, wie der Mitarbeiter den Wagen bestücken muss.

Jonas wird durch eine Spracherkennungs-App unterstützt, die gesprochene Sätze direkt auf das Laptop überträgt, auf dem er dann die Aussagen lesen kann. Zudem haben viele seiner Kolleginnen und Kollegen sogar bereits einige Worte Gebärdensprache gelernt, um sich mit ihm auszutauschen. „Das klappt wunderbar, der Zusammenhalt im Team ist einfach toll“, sagt Jonas.

Das Mercedes-Benz Werk in Düsseldorf wird Kompetenzzentrum für Sprinter mit Elektro-Antrieb.

Mercedes-Benz Werk in Düsseldorf (Foto: Mercedes-Benz)