Verbesserung des ökologischen Fußabdrucks von SEAT um 34 Prozent

23.5.2019. Anlässlich des Internationalen Recycling-Tages am 17. Mai kündigte SEAT an, im Jahr 2019 weitere Maßnahmen zur Reduzierung von Produktionsabfällen umzusetzen. Seit Einführung seiner Umweltstrategie vor acht Jahren konnte der spanische Automobilhersteller die Produktionsabfälle in seinen Werken bereits um 34 Prozent reduzieren; bis 2025 soll dieser Anteil bei 60 Prozent liegen.

Dabei will sich SEAT nicht nur auf die Vermeidung von Produktionsabfällen konzentrieren, sondern durch eine verbesserte Abfalltrennung auch eine höhere Wiederverwertungs- und Wiederverwendungsquote erreichen. Als Beispiel dafür dient der Schlamm aus Lackrückständen und Dichtmasse, der besser aufbereitet werden soll.

Im Jahr 2010 hatte SEAT seine „Ecomotive Factory“-Umweltstrategie eingeführt. Seitdem konnte der ökologische Fußabdruck aller Werke um durchschnittlich 34 Prozent verbessert werden. Neben der Verringerung von Produktionsabfällen konnten auch Energie- und Wasserverbrauch um rund 22 Prozent beziehungsweise 31 Prozent gesenkt werden. Die Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen fielen um etwa 21 Prozent niedriger aus und der CO2-Ausstoß konnte sogar um 63 Prozent reduziert werden.

Dr. Christian Vollmer, Vorstand für Produktion und Logistik bei SEAT, erklärt: „Unser Ziel ist es, unsere Umweltauswirkungen weiter zu verringern, um mit gutem Beispiel voranzugehen – ob bei der Qualität und Produktionseffizienz unserer Werke oder bei der Suche nach Lösungen für den Paradigmenwechsel, dem sich Unternehmen und Gesellschaft stellen und den sie aktiv vorantreiben müssen. Die Bedeutung von Recycling, Emissionsabbau und Umweltschutz wird immer wichtiger.“ 2018 investierte SEAT 16 Millionen Euro in Umweltschutzinitiativen im Produktionsbereich.

Blick auf das Jahr 2025

Der nächste Meilenstein in der Umweltstrategie soll eine 50-prozentige Verbesserung der Umweltindikatoren bis zum Jahr 2025 sein. Das Unternehmen arbeitet dazu bereits an zusätzlichen Maßnahmen. Im Werk in Martorell wird beispielsweise eine Anlage zur Rückgewinnung der Abwärme der Schornsteine gebaut. Die so gewonnene Energie würde ausreichen, um jährlich 760 Haushalte zu versorgen. Die Menge des dabei eingesparten CO2 entspricht derjenigen, die von 250.000 Bäumen aufgenommen werden könnte.

Einzigartige Initiativen

Eine der wegweisendsten Umweltinitiativen des Automobilherstellers ist das Projekt „SEAT al Sol“, das ebenfalls im Werk in Martorell umgesetzt werden soll. Hierbei handelt es sich um die größte Solaranlage in Europa und eine der größten der weltweiten Automobilindustrie. Mit insgesamt 53.000 Photovoltaikmodulen erstreckt sich die Anlage über einen Bereich, der so groß ist wie 40 Fußballfelder. Im Jahr erzeugt das Werk auf diese Weise 17 Millionen Kilowattstunden Strom – genug, um täglich beispielsweise drei Millionen Mobiltelefone zu laden.

Außerdem arbeitet SEAT an einer Reduzierung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Hierzu sollen künftig vermehrt Lacke und Grundierungen auf Wasserbasis zum Einsatz kommen. Diese Initiative verhindert die VOC-Emission in einem Umfang, der der Lackierung von 38.000 Fahrzeugen mit Lacken auf Lösungsmittelbasis entspricht.

Im Werk in Martorell wurde im letzten Jahr außerdem ein neues, hocheffizientes Lackapplikationssystem installiert. Durch diese Maßnahme konnten die VOC-Emissionen, die in dieser Produktionsphase entstehen, um 40 Prozent gesenkt werden – das entspricht einer Einsparung von zehn Tonnen am Tag.

Der Nachhaltigkeit verpflichtet

Die ambitionierte Umweltstrategie von SEAT ist auf das Jahr 2025 ausgerichtet. Sie geht mit der Verpflichtung des Unternehmens und der Volkswagen Gruppe einher, die im Pariser Klimaabkommen vorgegebenen Umweltziele zu erfüllen. Erklärtes Ziel von SEAT ist es, dass die gesamte Wertschöpfungskette seiner Fahrzeuge sowie alle weiteren Unternehmensbereiche bis zum Jahr 2050 CO2-neutral sein sollen.

Umweltstrategie zeigt Erfolg: 34 Prozent weniger Produktionsabfälle bei SEAT (Foto: SEAT)


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