Volkswagen und Verband kommunaler Unternehmen (VKU) sprechen über Systemwechsel zur E-Mobilität

14.11.2019. Vertreter der kommunalen Unternehmen und Stadtwerke in Deutschland haben sich in Wolfsburg über die E-Offensive von Volkswagen informiert.

Sie haben gemeinsam mit Projektverantwortlichen den Systemwechsel zur E-Mobilität diskutiert. Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) und Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen, betonten das gemeinsame Ziel, vor allem beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland ihre Zusammenarbeit zu vertiefen.

Den Beschluss des jüngsten „Autogipfels“ im Kanzleramt in Berlin, in den nächsten zwei Jahren 50.000 öffentliche Ladepunkte zu errichten, hatte Volkswagen als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Es bedarf allerdings weiterer erheblicher Anstrengungen aller Beteiligten, um das Ladenetz bis 2030 wie geplant auf eine Million Ladepunkte in Deutschland auszubauen. Derzeit sind rund 20.000 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge verfügbar, davon 2.100 Schnellladepunkte.

Vertreter des Verbandes machten bei dem Informationsaustausch deutlich, dass für viele Gemeinden und Regionen in Deutschland der Ausbau der Ladeinfrastruktur ebenso eine zentrale Herausforderung der kommenden Jahre ist – nicht nur in Städten, sondern vor allem auch in ländlichen Gebieten. Bei dem Besuch in Wolfsburg konnten sich die Verbandsmitglieder zudem über die Ladestrategie von Volkswagen sowie über die Möglichkeiten der Elektrifizierung von Busflotten und Fuhrparks informieren.

Volkswagen Vorstand E-Mobilität Thomas Ulbrich sagte: „Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch – und Volkswagen wird diese Technologie für Millionen Menschen erschwinglich machen. Dafür haben wir mit dem Produktionsstart des ID.3

in Zwickau bereits die Weichen gestellt. Die kommunalen Unternehmen sind für uns ein wichtiger Partner insbesondere beim Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur.“

VKU-Chefin Katherina Reiche erläuterte: „Wir haben momentan rund 20.000 Ladepunkte, davon ist mehr als die Hälfte in kommunaler Hand – in den Metropolen sogar mehr als 90 Prozent. Viele Ladepunkte sind in Planung oder im Bau, jedoch brauchen wir mehr Geschwindigkeit. Deswegen arbeiten wir mit den Autoherstellern wie Volkswagen zusammen. Sie kennen die Bedarfe der Kunden – wir kennen die Lage vor Ort und die Netzinfrastruktur. Ein intensiver Austausch hilft beim Aufbau der Ladeinfrastruktur.“

1.500 kommunale Unternehmen in Deutschland

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) ist in Deutschland die bedeutendste Interessenvertretung der Unternehmen in öffentlicher Hand. Zu den rund 1.500 Mitgliedsunternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation gehören auch die Stadtwerke. Die kommunalen Unternehmen haben große Bedeutung für den Durchbruch der E-Mobilität: Sie sind in vielen Bereichen unmittelbar am Systemwechsel beteiligt – vom Aufbau der Ladeinfrastruktur bis zur Umstellung von Fahrzeugflotten. Die E-Mobilität gehört daher neben dem Ausbau der digitalen Infrastruktur zu den großen Zukunftsthemen des Verbands.

Volkswagen will der Elektromobilität weltweit zum Durchbruch verhelfen und verfolgt die größte E-Offensive der Automobilindustrie. Bis zum Jahr 2028 bringt der Konzern fast 70 neue rein elektrische Modelle auf den Markt. Allein in den kommenden fünf Jahren investiert Volkswagen dazu mehr als 30 Milliarden Euro. Die E-Offensive umfasst neben attraktiven Modellen auch intelligente Ladelösungen, Energieangebote und digitale Mobilitätsdienste.

Der Volkswagen Konzern wird dafür sorgen, dass an seinen Standorten und bei seinen Handelspartnern in Deutschland in den kommenden zwei Jahren rund 8.000 Ladepunkte entstehen, die auch öffentlich zugänglich sind. Gleichzeitig wird der Konzern gemeinsam mit anderen Herstellern das Schnellladenetz IONITY an europäischen Fernstraßen bis 2020 auf 400 Stationen ausbauen.


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