ZF ermöglicht autonomes Fahren für alle

16.1.2018 Detroit/Friedrichshafen. ZF kommt in den Zukunftsfeldern autonomes Fahren und E-Mobilität gut voran. Konzern-CEO Dr. Konstantin Sauer verkündete auf der Automobilmesse in Detroit/USA neue Kundenaufträge, den Bau neuer Werke und wirtschaftliche Erfolge im Geschäftsjahr 2017.

ZF arbeitet mit Automobilherstellern wie Chery am autonomen Fahren in China. Dabei kommt der Supercomputer ZF ProAI erstmals im weltweit größten Automobilmarkt zur Anwendung. Die künstliche Intelligenz (KI) von ZF ermöglicht in diesem Fall autonome Fahrfunktionen auf Level 3. Davon profitieren nicht nur Fahrer, die wesentlich entlastet werden, sondern alle Verkehrsteilnehmer, weil die umfassenden Assistenzsysteme eine insgesamt höhere Sicherheit im Straßenverkehr ermöglichen.

ZF wird gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern, dem auf KI spezialisierten Computing-Unternehmen Nvidia und dem chinesischen Technologiekonzern Baidu, am autonomen Fahren arbeiten. Die Supercomputing-Rechenleistung der KI-Steuerbox ProAI macht damit erstmals Deep-Learning-Algorithmen in erschwinglichen Fahrzeugen möglich.

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„Die Zusammenarbeit hat für uns besondere Bedeutung, weil wir damit zur Demokratisierung autonomer Fahrfunktionen in einem der wichtigsten Automobilmärkte der Welt beitragen können, also autonomes Fahren für alle ermöglichen“, sagte Dr. Konstantin Sauer, CEO der ZF Friedrichshafen AG, anlässlich der heutigen ZF-Pressekonferenz auf der NAIAS (North American International Auto Show) in Detroit, Michigan (USA). Die Kooperation profitiert von der erfolgreichen Zusammenarbeit der Partner in Baidus „Project Apollo“, einer offenen Plattform, die als Komplettlösung, alle Hauptfunktionen autonomer Fahrzeuge unterstützt.

Deutlich höhere Nachfrage nach E-Mobility-Lösungen

Auch in einem anderen zukunftsträchtigen Technologiefeld kann ZF Erfolge verbuchen: Die Nachfrage nach E-Mobility-Lösungen steigt, wie sie die 2016 gegründete ZF-Division E-Mobility gemeinsam mit ihren Divisionen der Fahrwerks- und Antriebstechnik von ZF international bereitstellt. So wird ein europäischer Automobilhersteller den vollelektrischen Antrieb inklusive Leistungselektronik in Serie einsetzen. Allein dieser Volumenauftrag erstreckt sich auf etwa eine Million Einheiten über eine komplette Modell-Laufzeit.

Auch die Nachfrage nach ZF-Hybridgetrieben, die eine wichtige Brückentechnologie auf dem Weg zur reinen und lokal emissionslosen E-Mobilität sind, steigt deutlich an. „Um die steigende Nachfrage des Marktes nach unseren integrierten E-Mobility-Lösungen zu bedienen, werden wir in zwei neue Fertigungsstandorte für Elektronikkomponenten für Getriebe investieren“, erläuterte Sauer auf der Pressekonferenz in Detroit.

Welche vielfältigen künftigen Marktchancen sich für ZF durch die Kombination von Technologien für autonomes Fahren und Elektrifizierung ergeben, zeigt der Konzern aktuell auf der NAIAS: In einem visionären Fahrzeugkonzept für die Zukunft, dem Rinspeed „Snap“, stammt der komplette fahrbare Untersatz samt Sensorik und Elektronik für autonome Fahrfunktionen von ZF. Das Intelligent Dynamic Driving Chassis (IDDC) erlaubt es, auf demselben Unterbau verschiedene variable Fahrzeugkonzepte zu realisieren und je nach Bedarf kurzfristig umzurüsten. Die Technik bringt ZF auch in ein Joint Venture mit der e.GO Mobile AG für einen People und Cargo Mover ein.

Erfolgreiches Geschäftsjahr und stabile finanzielle Situation

Sein Technologiefeuerwerk entfaltet ZF auf Basis finanzieller Stabilität, zu der auch ein höchst erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 beigetragen hat. „Unsere Ziele für das vergangene Geschäftsjahr haben wir nach aktueller Lage erreicht und werden einen voraussichtlichen Umsatz von 36 Milliarden Euro erzielen“, erklärte Sauer. „Wir haben nicht nur in neue Technologien investiert, sondern zugleich auch unseren Schuldenstand deutlich reduziert.“ Kürzlich hat die Ratingagentur Moody’s ZF als „Investment Grade“ eingestuft und damit die positive Entwicklung des Unternehmens bestätigt. „ZF bestätigt damit seinen Kurs und etabliert sich als kraftvoller Technologielieferant für die automobilen Zukunftstrends“, so das Fazit von Sauer.